Das World Economic Forum
Vom Ein-Mann-Betrieb zur Institution von Weltrang

In 35 Jahren hat sich das WEF eine internationale Reputation aufgebaut. Die Organisation veranstaltet nicht nur das jährliche Treffen. Firmen, die Mitglied werden wollen, müssen einen tadellosen Ruf haben - und eine Jahresgebühr zahlen.

GENF. Klaus Schwab will die Welt verbessern. Politiker allein, so seine Grundüberzeugung, sind mit der Komplexität der Welt überfordert. Schwab bringt daher zum 35. Mal in Davos Politiker, Manager, Wissenschaftler, Künstler und Medienleute zusammen, um die globalen Probleme von heute und morgen zu erörtern. Als junger Akademiker hatte Schwab dreieinhalb Jahzehnten die Idee, bedeutende Zeitgenossen zu einem Treffen in zwangloser Atmosphäre zusammenzuführen. Aus Schwabs Ein-Mann-Initiative des Jahres 1970 ist inzwischen eine global aktive Organisation mit 180 Angestellten und einem Jahresetat von rund 80 Millionen Schweizer Franken geworden: das World Economic Forum.

In der schlicht-eleganten Zentrale am Genfer See wird inzwischen jedoch weitaus mehr geleistet, als Events wie das Davoser Treffen und deren regionale Ableger in Amerika, Europa, Afrika und Asien vorzubereiten. Gegründet als Schweizer Stiftung, die im Jahr 1971 erstmals das "European Management Forum" in Davos organisierte, versteht sich das Forum heute als Katalysator für globalen Wandel, als Brückenbauer für die Akteure der Welt, als Motor von Initiativen, die so unterschiedliche Themen wie Aids-Bekämpfung, Bildung in Jordanien, globale Führung, Pensionsreformen oder Wasserversorgung zum Inhalt haben. Gebündelt werden diese Aktivitäten im Global Institute of Partnership and Governance, das sich zum Ziel setzt, private und öffentliche Akteure an einen Tisch zu bringen.

Seit 2004 verfügt das WEF auch über einen hausinternen Think Tank, das Centre for Strategic Insight. "Wir haben festgestellt, dass das Forum als Organisator einen guten Ruf genießt. Wir wollen unseren Mitgliedern jedoch mehr Substanz bieten", sagt Thierry Malleret, einer der Direktoren des CSI. So beschäftigt sich das WEF nun auch mit globalen Risiken sowie mit der Weltwirtschaft und deren Bedeutung für die Geschäftswelt.

Das Finanzgerüst für die vielseitigen WEF-Aktivitäten ruht auf drei Säulen: den Jahresgebühren der 1 000 Mitglieder, den Beiträgen der strategischen und besonderen Partner (circa 100) und den Teilnahmegebühren für das Jahrestreffen. 14 000 Schweizer Franken pro Teilnehmer muss ein Unternehmen berappen, wenn es bei der großen Show in Davos dabei sein will - zusätzlich zu den 30 000 Franken Jahresbeitrag.

Seite 1:

Vom Ein-Mann-Betrieb zur Institution von Weltrang

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%