Daten von Laptops im Internet gesichert
Daten von mobilen PC im Internet gesichert

Auch die Daten auf Laptops müssen gesichert werden. Dafür gibt es jetzt den entsprechenden Online-Service. Meldet sich der mobile PC im Internet an, werden neue Dateien automatisch auf einem Netzrechner gespeichert.

DÜSSELDORF. Computerdienstleister wie Ontrack oder Hitachi mit seiner Data Storage Group (DSG) haben ein neues Geschäftsfeld entdeckt: die Sicherung von Daten auf mobilen Rechnern über das Internet. Immer mehr Firmen versorgen ihre Mitarbeiter mit Laptops und müssen dafür sorgen, dass die produzierten Daten so gesichert werden, dass sie bei einem Festplattencrash oder Bedienerfehler wiederhergestellt werden können. Eine Datenrettung ohne Backup durch einen Dienstleister ist teuer und kann je nach Aufwand schnell zwischen 5 000 und 10 000 DM kosten.

Aber auch Freiberufler und Privatanwender gehören zu der Zielgruppe - wie ärgerlich ist es, wenn die mühsam erstellten digitalen Informationen für immer und ewig verschwunden sind. Damit das nicht passiert, bietet der Spezialist für Datenrettung, die Ontrack Data Recovery GmbH mit Sitz in Böblingen, eine Backup-Software an, die dafür sorgt, dass auch die Daten auf den mobilen Computer regelmäßig gesichert werden.

Das Programm wird auf den Laptop gespielt, von IT-Spezialisten im Unternehmen eingerichtet (konfiguriert) und so eingestellt, dass immer dann, wenn der Mitarbeiter seinen Rechner mit dem Unternehmensnetz verbindet, die neu erstellten Dateien auf dem Backup-Server des Unternehmens gesichert werden. Durch eine spezielle, so genannte Delta Blocktechnologie werden nur tatsächliche Datei-Änderungen gespeichert, wodurch laut Ontrack die Datenmenge, die übertragen werden muss, um bis zu 95 % reduziert wird.

"Auf diese Weise ist ein Backup vom Laptop in wenigen Minuten erledigt und schont die Übertragungskapazität im Unternehmensnetz", hebt Peter Böhret, Managing Director bei Ontrack, die Vorteile der Technik hervor. Die Software kostet je nach Unternehmensgröße pro Rechner zwischen 250 und 500 DM. Für kleinere Firmen und Freiberufler, die keinen eigenen Backup-Server betreiben, bietet Ontrack eine Internet-Lösung an, mit der nicht nur die Daten von den mobilen Computern, sondern auch die der Tischrechner gesichert werden können. Hier werden die Dateien online auf einem zentralen Backup-Rechner von Ontrack im Internet abgelegt. "Über ein Verschlüsselungsmodul, das die Daten mit 56-Bit-DES-Technik für Fremde unlesbar macht, werden die Informationen gesichert", erläutert Böhret. Dieser Dienst kostet pro Rechner und Monat 36 DM oder rund 18 Euro bei unbegrenzter Speicherkapazität.

Während Ontrack vor allem Unternehmen als Kunden ins Visier genommen hat, richtet sich Hitachi mit seinem Dienst an private Nutzer. Zusammen mit anderen Firmen hat der Festplattenhersteller ein "Rundum-Sorglos-Paket" geschnürt. Darin ist eine Software zur Übertragung der Daten an einen Backup-Rechner im Netz ebenso enthalten wie ein 500-MByte-großer Speicherplatz sowie eine Garantie für die Datenrettung - wenn es mit dem Backup doch nicht klappt.

Bei seinem Online-Service arbeitet Hitachi DSG mit der NovaStor Corp. zusammen, welche die Backup-Software liefert. Außerdem ist der britische Storage Service Provider PC-OP mit im Boot, der den Speicherplatz anbietet. Datenspezialist Vogon International übernimmt die Rettung der Festplattendaten, und die niederländische Versicherungsgesellschaft UGS versichert den Datencrash.

Damit auch ungeübte Nutzer den Service nutzen können, gibt es im Internet unter www.infobak.net Ratschläge und Informationen rund um das Thema "Speicherung und Sicherung von Daten" - und das in vier Sprachen (Englisch, Französisch, Italienisch und Deutsch). Das Abo für die Backup-Dienstleistung kostet rund 100 Euro pro Jahr oder umgerechnet etwas mehr als acht Euro pro Monat. Darin sind 500 MB Speicherplatz auf dem Rechner im Netz und die Garantie für Datenrettung enthalten.

Sicherheitsexperten zeigen sich bei der Beurteilung der neuen Dienstleistung skeptisch. So weist Dr. Rainer Baumgart, Vorstandssprecher der Secunet AG in Essen, darauf hin, dass auch das Online-Backup unbedingt in die Sicherheitsstrategie des Unternehmens eingebettet werden sollte. Und Helge Tränkmann von der Von zur Mühlen?sche Unternehmensberatung GmbH in Bonn rät Firmen grundsätzlich davon ab, eine Datensicherung per Internet zu betreiben. Trotz Verschlüsselung und Passwörter seien die Speicherplätze im Web nicht genügend sicher. "Firmen sollten ihre Daten unbedingt auf einem eigenen Rechner lagern, auf den nur sie Zugriff haben", empfiehlt der Fachmann.

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