Datenschutz gewährleisten
Lufthansa unterbreitet Thierse Kompromissvorschlag

Thierse hatte die größte deutsche Fluggesellschaft aufgefordert, eine Liste aller Abgeordneten vorzulegen, die Gratisflüge wahrgenommen haben. Die Lufthansa lehnte dies ab.

HB FRANKFURT/MAIN. Der Bundestagspräsident könne die Mitglieder des Bundestages anweisen, ihm ihre Konten zur Verfügung zu stellen. Die Lufthansa sei gern bereit, den Abgeordneten bei der Rekonstruktion der Flüge behilflich zu sein, sagte Lufthansa-Sprecher Thomas Jachnow der dpa. "Das ist der einzige Weg, den wir sehen, mit dem kein Datenschutz gebrochen wird."

Wenn Thierse die Konten ohne Umweg über die Kontoinhaber einsehen möchte, müsse er eine Vollmacht der betreffenden Abgeordneten vorlegen: "Dann stellen wir die Daten natürlich auch Herrn Thierse direkt zu." Konsequenzen befürchte das Unternehmen nicht, wenn es der Bitte Thierses nicht nachkomme, im Gegenteil: "Wir würden Konsequenzen erwarten wenn wir dem Begehr von Herrn Thierse nachkommen würden - nämlich Anzeigen wegen Verletzung des Datenschutzrechtes." Auch dem Vorschlag, getrennte Konten für private und dienstliche Meilen anzubieten, lehnte Jachnow ab: "Dafür sehen wir keine Veranlassung." Die Konten seien so überschaubar und durchsichtig, dass eine Verwechslung zwischen privat und dienstlich erworbenen und genutzten Meilen ausgeschlossen sei. Generell sehe die Lufthansa "keinen Nachbesserungsbedarf" bei ihrem Meilenprogramm.

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