Datensicherheit in Unternehmen
Mit Airbag auf die Datenautobahn?

Der Verkehrsfluss von Personen und Gütern reißt niemals ab, alle wollen gefahrlos und unbeschadet am Zielort ankommen. Ein hohes Sicherheitsbewusstsein und innovative Fahrzeugtechnik sorgen für den notwendigen Schutz. Aber was ist mit der "Datenautobahn" und deren Zubringern? Auch hier sind fundamentale Sicherheitsstandards Voraussetzung. Doch Sicherheit bzw. Security ist keine Selbstverständlichkeit.

Gast-Kolumne von Guy G. Goodman, Regional Vice President Germany bei Network Associates.

Als am 11. September 2001 das WTC durch den schlimmsten Anschlag der Geschichte zusammenstürzte, rückte der Cyberterrorismus in unser Bewusstsein und zeigte uns, wie verletzbar die vernetzte Zivilisation geworden ist. Die Bedrohungsszenarien reichen von der "Infizierung" mit Computerviren bis hin zu Attacken gegen Web Server. Am Ende steht der Super-GAU, die völlige Lahmlegung von Netzwerken. Saboteure nutzen Sicherheitslücken bewusst aus. Hacking und Viren nehmen seit Mitte der neunziger Jahre hinsichtlich Quantität und Aggressivität kontinuierlich zu. Und längst nicht alle Angriffe werden von Unternehmen aus Sorge um die Reputation publik gemacht.

Seit Ende des kalten Krieges halten viele Wirtschaftsspionage für ein marginales Problem. Das Sicherheitsbewusstsein wurde laxer, Werksspionage ist jedoch aktueller denn je. Die Konkurrenz schläft nicht und setzt ihre "Maulwürfe" an, die sich per Mausklick in die Unternehmensnetzwerke einhacken. In den letzten fünf Jahren hat für Unternehmen laut einer Studie der International Computer Security Association die Wahrscheinlichkeit, Ziel von Virenattacken zu werden, um das Achtfache zugenommen. 40 Prozent der internationalen Konzerne wiegen sich nach Angaben des Fachmagazins "Internet Professionell" in dem Irrglauben, vor Hackerattacken ausreichend geschützt zu sein.

Firmen werden aber auch gezielt angegriffen. Schätzungen gehen davon aus, dass 60 bis 80 Prozent der Attacken durch Mitarbeiter verursacht werden. Die globale Ausbreitung des I-Love-You-Viruses im Jahr 2000 verursachte mit ca. 8,75 Mrd. US$ den bislang größten monetären Schaden (Quelle: Computer-Zeitung). Hinzu kommen immaterielle Schäden wie Vertrauens- und Imageverlust. Virenattacken führen zu Milliardeneinbußen. Die Aufwendungen für eine effektive Sicherheitsarchitektur machen dagegen nur einen Bruchteil der durch Hacker und elektronische Erreger entstehenden Kosten aus.

Mit der richtigen Kombination von Securitytools schieben Systemadministratoren potenziellen Saboteuren einen Riegel vor. Dazu gehören Firewalls als Barrieren gegen unbefugten Zugang zum Unternehmensnetz, Virenscanner und Verschlüsselungsprogramme. Für viele Unternehmen ist Netzwerküberwachung wesentlich und es gilt: Vorbeugen ist besser als Nachbessern. Beim Datentransfer führt der Verlust sensibler Information für Firmen oftmals zur Existenzbedrohung. Informationen, die durch geschützte Corporate Networks "reisen" bleiben hingegen unversehrt. Funktionstüchtige Bremsen, Sicherheitsgurte und Airbags sind unverzichtbarer Standard in jedem Fahrzeug - analog dazu sollten auch für Unternehmen Security-Lösungen kein überflüssiges Extra sein, sondern zur Serienausstattung gehören.

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