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Davenport und Kusnetsowa komplettieren Halbfinale

Mit Blitzsiegen vor Geisterkulissen haben Lindsay Davenport und Swetlana Kusnetsowa eine kurze Trockenzeit zum Einzug in das Halbfinale der US Open genutzt, Andre Agassi und Roger Federer bekamen von „Frances“ dagegen eine Hängepartie auferlegt.

dpa NEW YORK. Mit Blitzsiegen vor Geisterkulissen haben Lindsay Davenport und Swetlana Kusnetsowa eine kurze Trockenzeit zum Einzug in das Halbfinale der US Open genutzt, Andre Agassi und Roger Federer bekamen von "Frances" dagegen eine Hängepartie auferlegt.

Die Ausläufer des einstigen Hurrikans setzten den Tennis-Profis in New York schwer zu, wegen der Wetterlage hatten alle Partien erst am Abend begonnen und fanden parallel statt. Auch Thomas Haas muss sich bei seinem Viertelfinale gegen den Australier Lleyton Hewitt auf ein Geduldsspiel einstellen.

Dagegen genügten Lindsay Davenport nach einem verregneten Tag 46 Minuten, um im bisher kürzesten Match des diesjährigen Turniers die Japanerin Shinobu Asagoe mit 6:1, 6:1 abzufertigen. Gerade einmal 300 Zuschauer im 10 000 Besucher fassenden Louis-Armstrong-Stadium verfolgten die Begegnung. Rainer Schüttler hatte dort im Vorjahr bei ähnlichen Bedingungen im Achtelfinale vor nur 50 Zuschauern einen Satz absolvieren müssen.

Auch Davenport hatte bei den viertägigen Regenfällen im vergangenen Jahr eine solche Erfahrung machen müssen. "In diesem Moment war es mir egal, ob ich vor 100 oder zehn Leuten spiele. Ich wollte einfach nur spielen und das hinter mich bringen", sagte die US-Open-Siegerin von 1998, die ihren 22. Sieg nacheinander feierte. Die 28-Jährige könnte mit ihrem zweiten Titel in Flushing Meadows sogar die Spitze der Weltrangliste übernehmen, die sie schon einmal im Frühjahr 2000 innehatte.

Verhindern kann dies im Halbfinale Swetlana Kusnetsowa. Die 19-Jährige benötigte zwar 1:27 Stunden zum 7:6 (7:4), 6:3 im russischen Duell gegen Nadja Petrowa, die zuvor Titelverteidigerin Justine Henin-Hardenne aus dem Turnier geworfen und damit von Platz eins der Weltrangliste gestürzt hatte. Es war jedoch schnell genug, um noch vor dem erneuten Regen den erstmaligen Einzug ins Einzel-Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers sicher zu stellen. Im Doppel hat die einstige Partnerin von Martina Navratilova schon drei Grand-Slam-Endspiele bestritten.

In das andere Einzel-Halbfinale waren zuvor schon Jennifer Capriati aus den USA und French-Open-Finalistin Jelena Dementjewa aus Russland vorgestoßen. Die amerikanischen Fans hoffen wie im Vorjahr auf ein Finale zwischen Davenport und Capriati, vor zwölf Monaten hatten die Belgierinnen Henin-Hardenne und Kim Clijsters dies verhindert. Diesmal könnten die Russinnen die Spielverderberinnen sein.

Das mit Spannung erwartete Match zwischen dem topgesetzten Federer und Agassi wurde im ersten Spiel des vierten Satzes unterbrochen und auf den nächsten Tag verschoben. Federer nahm einen 6:3, 2:6, 7:5-Vorsprung mit. Beide zeigten immer wieder die erwarteten hochklassigen Ballwechsel, leisteten sich aber auch Schwächephasen. Dass es kein ganz großer Abend wurde, lag auch an den Umständen und der fehlenden Aura. Das 23 000 Zuschauer fassende Arthur-Ashe-Stadium war nicht einmal zur Hälfte gefüllt, der Oberring blieb komplett leer.

Ärgerlich war es für den Briten Tim Henman. Er lag zum Zeitpunkt des Abbruchs zwar 6:1, 7:5, 4:5 gegen den Slowaken Dominik Hrbaty vorn, hatte es nach einem 4:2-Vorsprung im dritten Satz aber verpasst, die Partie noch vor den neuerlichen Schauern zu beenden.

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