David Komansky geht im Dezember
Führungswechsel bei Merrill Lynch

Die US-Investmentbank Merrill Lynch hat für das Jahresende einen Wechsel an ihrer Spitze angekündigt. Unternehmens-Chef David Komansky werde seinen Posten am 2. Dezember an den derzeitigen Präsidenten des Instituts, Stan O'Neal, abgeben, teilte Merrill Lynch am Montag in New York mit.

Reuters NEW YORK. Der 63-jährige Komansky werde im April 2003 auch von seinem Posten als Chairman vorzeitig zurücktreten und dieses Amt ebenfalls an O'Neal abgeben. Zuvor hatte es bereits Spekulationen über einen frühzeitigen Rücktritt Komanskys gegeben. Die Bank hatte zwar im Februar mitgeteilt, er werde nicht vor 2004 aus dem Unternehmen ausscheiden, aber gleichzeitig angedeutet, er könne die Führung vorher abgeben. "Die heutige Ankündigung entspricht den Gepflogenheiten unseres Hauses, die eine geordnete Nachfolge von Führungskräften ermöglichen. Der amtierende Konzernchef gibt gewöhnlich seinen Posten einige Zeit vor dem Verlassen des Unternehmens weiter", erklärte Komansky. Er war 1968 als Broker zu Merrill gekommen und ist seit Dezember 1996 Chairman und Chef der Bank. "Stan O'Neal ist die richtige Person zum richtigen Zeitpunkt", sagte er.

Der 50jährige O'Neal wurde im Juli 2001 zum Präsidenten und Chief Operating Officer der Bank befördert. In seine Zeit fällt unter anderem eine umfangreiche Umstrukturierung mit einem Abbau von rund 15.000 Stellen. Massive Kosteneinsparungen hatten Merrill im abgelaufenen Quartal ein Gewinnplus von 17 Prozent beschert.

Merrill-Aktien gaben in einem schwachen Marktumfeld an der Wall Street mehr als 3,3 Prozent auf 35,77 Dollar nach.

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