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Daviscup-Doppel Haas Waske erkämpft Führung

Mit einem Alexander Waske in Galaform an seiner Seite hat Thomas Haas die Tür zur Rückkehr in die Daviscup-Weltgruppe weit aufgestoßen. Mit 6:3, 6:3, 3:6, 4:6, 6:3 gewann das deutsche Doppel in Bratislava gegen die Slowaken Dominik Hrbaty und Karol Kucera.

dpa BRATISLAVA. Mit einem Alexander Waske in Galaform an seiner Seite hat Thomas Haas die Tür zur Rückkehr in die Daviscup-Weltgruppe weit aufgestoßen. Mit 6:3, 6:3, 3:6, 4:6, 6:3 gewann das deutsche Doppel in Bratislava gegen die Slowaken Dominik Hrbaty und Karol Kucera.

Das Team von Daviscup-Kapitän Patrik Kühnen führt nach dem hart erkämpften Sieg im Relegationsspiel gegen die Slowakei nun mit 2:1 und hat beste Aussichten, nach einem Jahr in der 2. Liga wieder in der Tennis-Elite aufschlagen zu dürfen. Ein Erfolg in den beiden Schlusseinzeln fehlt dem nach den Ausfällen von Nicolas Kiefer und Rainer Schüttler letzten deutschen Aufgebot aber noch.

Nach dem Wechselbad der Gefühle stürzten sich Kühnen und Haas auf den jubelnd auf dem roten Hartplatz liegenden und alle Viere von sich streckenden Waske, der mit seiner Leistung den Sieg erst möglich gemacht hatte. "Ich bin ein bisschen sprachlos", meinte der Hesse. "Von der Aufregung her habe ich noch kein wichtigeres Match gespielt." Nach dem Tennis-Krimi meinte Kühnen: "Gott sei Dank konnten beide im letzten Satz noch zulegen."

Im Gipfeltreffen der beiden Spitzenspieler gegen Hrbaty kann "Leitwolf" Haas nun den noch fehlenden dritten Punkt holen. "Das wird ein geiler Fight", sagte der 26-Jährige. "Ich werde mich noch mal voll reinhängen." Kühnen erwartet einen "offenen Schlagabtausch" der beiden Topspieler. "Tommy ist unser großes As im Ärmel. Aber Hrbaty ist auch so einer." Im letzten Einzel bekommt es dann Florian Mayer mit Karol Beck zu tun. "Ich hätte nichts dagegen, wenn es vorher schon 3:1 für uns stände", meinte der 20-Jährige aus Bayreuth.

Garant für den überraschenden Doppelsieg war der 29-jährige Waske, der auf der Tour noch keine Bäume ausgerissen hat. "Er hat immer 200 Prozent im Tank und ist kaum zu bremsen, wenn es für Deutschland geht", meinte Kapitän Kühnen voller Anerkennung. "Ihn muss ich schon mal bremsen, damit er nicht überdreht."

In der deutschen Box fieberte der verletzte Kiefer mit. "Alex ist ein toller Typ. Er ist so heiß zu gewinnen und mit ganzem Herzen dabei", sagte der Holzmindener, der momentan alles mit links macht. Die 15 von Waske eingeladenen jugendlichen Fans vom TV Maichingen bei Stuttgart sorgten für die stimmungsmäßige Begleitung der Topleistung des deutschen Doppels, und Andreas Waske freute sich auf der Tribüne umrahmt von rund 2 800 enttäuschten slowakischen Zuschauern über seinen Sohn: "Alex ist eben ein ausgesprochener Teamspieler."

Für den slowakischen Kapitän Miloslav Mecir wurde der Nachmittag dagegen zu einem schaurigen Tennis-Erlebnis. Kurzfristig hatte er für Beck den weit erfahreneren Kucera aufgeboten. Doch der 30-Jährige, der wie Hrbaty in Bratislava geboren ist, rechtfertigte die Wahl zunächst nicht. Von seinen ersten fünf Aufschlag-Spielen verlor er vier und leitete damit das Debakel der Gastgeber ein, das er auch durch eine erhebliche Leistungssteigerung nicht verhindern konnte. Die Niederlage freilich besiegelte ausgerechnet Hrbaty, der im fünften Satz sein Service gleich zwei Mal abgab.

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