Archiv
Dax bei lustlosem Handel unbewegt

Der Kurs der Metro-Aktie fiel um 3,7 % , Epcos-Papiere gewannen 5 % hinzu

dpa FRANKFURT/MAIN. Die deutschen Aktien haben den lustlosen Handel am Donnerstag uneinheitlich beendet. Mit 7 230,26 notierte der Standardwerteindex Dax um 0,03 % leichter. Gleichzeitig fiel der MDax um 0,11 % auf 4 873,38 Punkte. Am Neuen Markt erhöhten sich die Wachstumswerte im NEMAX 50 (Performance-Index) um 0,33 % und notierten mit 5 637,43 Zählern. Die Aktie des Wiesbadener Maschinenbau- und Gaskonzerns Linde wurde von starken Halbjahreszahlen gestützt. Dagegen gab der Kurs des Kölner Großhändlers Metro nach der Veröffentlichung von Gewinnzuwächsen deutlich nach.

Lediglich bei den Technologietiteln hätten die Gewinne der US- Computerbörse NASDAQ für Fantasie gesorgt. An der Spitze des Dax lagen zum Handelsende Epcos-Papiere mit plus 4,99 % bei 103,31 Euro. Auch Aktien der Deutschen Telekom zählten wieder zu den Gewinnern. "Unabhängig von Gewinnaussichten musste der Kurs wieder ansteigen. Die Verluste waren doch übertrieben." Die T-Aktie verteuerte sich um 2,29 % auf 43,37 Euro.

Mit einem Anstieg von 3,50 % auf 46,15 Euro schloss das Linde-Papier in der Spitzengruppe der Dax-Werte. "Die Stimmung für den Titel ist sehr gut", sagte ein Kölner Händler. "Das zeigt sich daran, dass die Kursgewinne von regen Umsätzen gestützt werden". Im ersten Halbjahr hatten Umsatz und Ergebnis kräftig zugelegt und damit zum Teil über den Schätzungen von Analysten gelegen. Der Kauf des schwedischen Anbieters technischer Gase AGA zahle sich nun aus, sagte der Händler. Die AGA generierte den größten Teil des Umsatzanstiegs um 40 %. Daher nahm der Markt das durch den AGA-Kauf verschlechterte Finanzsaldo freundlich auf, sagte der Händler.

Der Kurs der Metro-Aktie fiel um 3,71 % auf 42,85 Euro. "An dem Ergebnis gibt es nichts zu mäkeln", sagte ein Händler der Dresdner Bank. "Bedenklich sind aber die wenigen profitablen Standbeine." Schließlich sorgten allein der Großhandel und die Elektronikmärkte für den Ergebnisanstieg. Dagegen drückten die Lebensmitteleinzelhandels- und Baumarktsparte die Gewinnmarge. Die Ausweitung des Einzelhandelsgeschäfts habe zu planmäßigen Anlaufverlusten in Höhe von 142 Mill. DM geführt. Ohne diesen Effekt hätte sich der Betriebsgewinn auf 280 Mill. DM verbessert anstatt auf 138 Mill. DM. Noch sei allerdings unklar, ob sich diese Investitionen auszahlen würden, gab der Händler zu bedenken.

Ebenfalls im Minus lagen Finanzwerte nach einer Pressemeldung, wonach die Allianz AG den Kauf und Verschlagung der Dresdner Bank erwäge. Allianz-Aktien gaben 1,87 % auf 380,95 Euro nach und die Titel der Dresdner Bank verbilligten sich um 1,52 % auf 51,85 Euro. Die Allianz hält derzeit 21,7 % an der Dresdner Bank. Die Dresdner Bank gilt nach den gescheiterten Fusionsgesprächen, sowohl mit der Deutschen als als auch mit der Commerzbank, als potenzieller Übernahmekandidat für ausländische Großbanken.

Der Euro hielt sich in Frankfurt am Nachmittag stabil oberhalb der Marke von 90 US-Cent und wurde zuletzt bei 0,9020 $ gehandelt. Der $ war 2,1680 DM wert. Am Nachmittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Euro-Referenzkurs auf 0,9012 US- $ festgesetzt. Der $ war damit 2,1703 DM wert.

Am Rentenmarkt gab es nur wenig Bewegung. Der Rentenmarktindex REX stieg um 0,036 Punkte auf 109,74 Zähler. Der Bund-Future war mit 105,39 Punkten um 0,1 % leichter als am Mittwoch. Die Umlaufrendite wurde von der Bundesbank am Nachmittag bei 5,31 (Mittwoch: 5,33) Prozent etwas geringer ermittelt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%