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Dax deutlich schwächer erwartet

Händler rechnen beim Dax mit einem Minus zum Handelsstart. Die Euphorie sei aus dem Markt, so ein Händler.

rtr FRANKFURT. Gewinnmitnahmen und die schwachen US-Vorgaben werden nach Händlereinschätzung am Freitag die deutschen Aktienmärkte belasten und deutlich leichter in den Handel starten lassen. Nach den vorbörslichen Indikationen wird der Dax fast zwei Prozent und der Neue rund drei Prozent nachgeben. "Die Euphorie ist erst einmal aus dem Markt", sagte ein Händler. Seit Wochenbeginn hat der Dax im Zuge von deutlichen Zinssenkungen aller großen Notenbanken fast neun Prozent an Wert zugelegt. "Da wird es natürlich am Freitag zu Gewinnmitnahmen kommen." Außerdem hatten die US-Börsen nach dem deutschen Handelsschluss noch klar nachgegeben. Im Mittelpunkt des Handels dürften nach der Vorlage von Quartalszahlen die Papiere der Commerzbank stehen. Der Dax wird nach der vorbörslichen Berechnung des Handelshauses Lang & Schwarz mit 4905 Punkten in den Handel starten. Die Citibank sieht den Dax vorbörslich bei 4920 Zählern. Die Deutsche Bank geht von einem Dax-Stand von 4909 Zählern aus. Am Donnerstag hatten die deutschen Standardwerte 2,73 % gewonnen und bei 4993 Punkten geschlossen. Dabei hatte der Dax für kurze Zeit und erstmals seit zwei Monaten die Marke von 5000 Punkten überschritten. Der Neue Markt, dessen Auswahlindex am Vortag 1,75 % gewonnen hatte, wird Händlern zufolge bis zu drei Prozent leichter in die Sitzung starten.

Die US-Börsen hatten am Vortag uneinheitlich tendiert. Während der Dow Jones der Standardwerte 0,35 % zulegte, verlor die Technologiebörse Nasdaq 0,53 %. Zum deutschen Handelsschluss hatten beide Märkte noch mehr als ein Prozent im Plus gelegen.

Die Commerzbank hat im dritten Quartal einen Verlust nach Steuern und Anteilen Dritter von 184 Mill. ? erwirtschaftet. Grund seien die Börsenschwäche und eine konjunkturbedingte Aufstockung der Risikovorsorge. Im dritten Quartal 2000 hatte die Bank einen Überschuss von 343 Mill. ? erzielt. Ein Händler sagte in einer ersten Reaktion, die Zahlen lägen am unteren Ende der Erwartungen. Die Aktie werde vermutlich nachgegeben. Am Freitag will außerdem der Stahlkonzern ThyssenKrupp Quartalszahlen vorlegen.

Die im MDax notierte Deutsche Börse AG hat im dritten Quartal das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um sieben Prozent auf 64,8 Mill. ? und den Umsatz um 18 % auf 185,5 Mill. ? gesteigert. Damit blieb das Unternehmen beim Umsatz hinter den Analystenerwartungen zurück, übertraf jedoch die Schätzungen zum Ebit. Ein Händler sagte, das Verhältnis des Gewinns zum Umsatz sehe "fantastisch" aus. Vorböslich stiegen die Titel um zwei Prozent. Der am Neuen Markt notierte Elektronikhändler Medion den Umsatz und Quartalsüberschuss im dritten Quartal im Rahmen der Erwartungen.

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