Dax, Dow Jones und MSCI
Indizes messen den Puls der Börsen

Wie steht der Dax? Wie ist die Entwicklung bei Dow Jones und NASDAQ Composite? Indizes fassen das Geschehen an den Märkten in einer Zahl zusammen und bieten Anlegern Orientierung.

dpa HAMBURG. Für Aktiengesellschaften ist die Aufnahme in einen Index meist mit einem Aufstieg und einer höheren Aufmerksamkeit der Investoren verbunden. Die Indizes an den weltweiten Börsen sind allerdings kaum vergleichbar, weil sie sich in ihrer Zusammensetzung und Berechnung unterscheiden.

Der Morgan Stanley Capital International (MSCI) ist einer der am häufigsten verwendeten Vergleichsindizes (Benchmark), an dem sich viele institutionelle Anleger orientieren. Nach Angaben von Pensions & Investments werden über 90 % institutioneller internationaler Portfolios in den USA an MSCI-Indizes ausgerichtet. Es gibt mittlerweile knapp 60 einzelne MSCI-Indizes, die länderspezifisch (von Brasilien bis Großbritannien), nach Regionen (Europa) und geographischen Räumen (Asien-Pazifik) aufgestellt werden. Zudem gibt es MSCI-Vergleichswerte einzelner Branchen wie Energie, Finanzen, Technologie, Pharma/Biotech und Versorger.

Der weltweit führende Indexanbieter MSCI wird in einer ersten Stufe am 30. November die MSCI-Indizes von Marktkapitalisierung auf Streubesitz umstellen. Am 31. Mai 2002 erfolgt dann die zweite Stufe der Umstellung. Als Streubesitz gelten dabei frei handelbare Aktien von Anteilseignern, die nicht mehr als fünf Prozent an dem Unternehmen halten.

Auch die Gewichtung im DAX, der die Wertentwicklung der 30 gewichtigsten und umsatzstärksten deutschen Aktien (Blue chips) misst, wird im Juni 2002 auf Streubesitz umgestellt. Derzeit erfolgt die Gewichtung noch nach der Marktkapitalisierung. Entscheidend für die Aufnahme in den DAX sind dagegen zwei Kriterien: Börsenumsatz und Marktkapitalisierung. Der Index ist ein gewichteter Index; er misst die Gesamtrendite (Performance), enthält also den Kurswert und die Dividende.

Das am 1. Juli 1988 eingeführte Börsenbarometer repräsentiert nach Angaben der Deutschen Börse 70 % des Grundkapitals inländischer börsennotierter Aktiengesellschaften und mehr als 75 % der in deutschen Beteiligungspapieren getätigten Börsenumsätze. Die Aufnahme in einen Index bringt positive Kurseffekte und eine permanente Nachfrage. Schließlich bilden viele Fondsmanager die wichtigsten Indizes nach, sagen Experten. Ein Index-Unternehmen rückt zudem mehr in das Interesse der Öffentlichkeit.

Beim Dow Jones, der die 30 wichtigsten Industrietitel aus den USA umfasst, handelt es sich um einen gewichteten Preis-Index: Die Schlusskurse der einzelnen Werte werden addiert und mit Hilfe eines bestimmten Anpassungsfaktors wird ein Mittelwert berechnet. Wesentlich breiter ist der S&P-500-Index (Standard & Poor's), der 500 Werte, darunter Dow Jones und auch die Schwergewichte der US- Technologiebörse NASDAQ abbildet.

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