Dax-Entwicklung sehen die Experten bis zum Jahresende unterschiedlich
Analysten sehen gute Chancen für Finanztitel

Ein Dax bei 5000 Punkten zum Jahresende oder bei 6000? Die Meinungen der Analysten gehen auseinander. Experten der Deutschen Bank und aus dem Haus HSBC Trinkaus & Burkhardt schauen in die Zukunft.

scc FRANKFURT/M. Mit der Deutschen Bank und HSBC Trinkaus & Burkhardt äußerten sich jetzt zwei führende Geldhäuser zur Entwicklung der deutschen Aktienmärkte in diesem Jahr. In ihren jeweiligen Aussagen zeigen sich jedoch erhebliche Unterschiede. Während die Experten der Deutschen Bank die Gewinnsituation gerade bei Dax-Unternehmen erstmals seit Dezember 2000 wieder deutlich verbessert sehen, zeigt für Volker Borghoff von HSBC die langfristige Wachstumskurve nach unten. "Wir sehen eine Erholung, aber die Dynamik ist geringer als in der Vergangenheit", warnt Borghoff vor übertriebenem Optimismus.

Auch zum Jahresende erwartet er den Deutschen Aktienindex wie bisher bei etwa 5000 Punkten mit einer möglichen Abweichung von 200 Punkten nach unten oder nach oben. Grund dafür sind die insgesamt geschrumpften Erwartungen hinsichtlich Umsatz und Ertrag bei den deutschen Top 30-Unternehmen. Nach einer Phase der Stagnation im Mai und Juni soll der Dax nach Meinung von Borghoff im Juli und August bis auf etwa 5500 Punkte klettern. Grund dafür ist der seit Mitte 2001 massive Liquiditätsanstieg bei den institutionellen Anlegern, der sich gewöhnlich mit einer Verzögerung von vier Quartalen bemerkbar macht. Ab dem Ende der Sommerferien setzt sich laut Borghoff wieder der wirtschaftliche Realismus durch, dann zeigten beispielsweise die Überkapazitäten bei Telekom - und Halbleiter wieder Wirkung.

Positiver sehen die Experten der Deutschen Bank die Dax-Entwicklung bis Jahresende: Zwischen 5700 und 6000 Punkten sollte der Leitindex dann stehen, glauben sie.

Weitestgehend einig sind sich beide Banken darin, welchen Branchen sie im weiteren Jahresverlauf besonders gute Chancen zubilligen. Hier stehen Banken und Finanzdienstleister, Technologie und Software sowie Maschinenbau und Industrie ganz oben. Schlecht sind beide Banken hingegen auf den Bereich Telekommunikation zu sprechen.

Zu den Top-Empfehlungen von HSBC Trinkaus & Burkhardt zählen Bayer, Celanese, Hypo-Vereinsbank, IWKA, MAN, MLP, Rheinmetall Vorzüge, Salzgitter, Stinnes und Thyssen-Krupp. Die Experten der Deutschen Bank zählen Allianz, BASF, Lufthansa, Deutsche Post, Eon, SAP, Siemens und Thyssen-Krupp zu ihren Top-Empfehlungen. Bei den Werten der zweiten und dritten Reihe raten sie zu Celanese, Continental, Fraport, IWKA, Medion, Qiagen und Salzgitter.

Quelle: Handelsblatt

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