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Dax etwas leichter erwartet

Nach den jüngsten Zuwächsen werden sich die deutschen Standardwerte heute konsolidieren, erwarten Händler.

rtr FRANKFURT. Die deutschen Aktienwerte dürften nach Einschätzung von Marktteilnehmern am Mittwoch etwas leichter in die Sitzung starten. Händler gehen davon aus, dass der Markt nach den deutlichen Zuwächsen von mehr als vier Prozent in den vergangenen beiden Tagen etwas konsolidieren werde. "Das ist ganz normal nach den guten Tagen." Diese technische Korrektur des Marktes sollte nach Einschätzung eines anderen Börsianers nicht deutlicher als 100 Punkte ausfallen. "Ich denke, die Handelsspanne des Marktes wird heute zwischen 4600 und 4700 Punkten liegen", sagte ein Händler. Allerdings behalte der Gesamtmarkt seinen positiven Grundton bei. Von den MDax-Werten wies ProSiebenSat1 vor Börsenbeginn einen Gewinneinbruch nach neun Monaten aus und die Software AG nahm ihre Umsatzprognose 2001 zurück.

Die Citibank berechnete den Deutschen Aktienindex (Dax) gegen 8.15 Uhr mit 4680 Punkten, nach einem Schluss von 4704 Zählern am Dienstag. Das Handelshaus Lang & Schwarz sieht den Dax bei 4686 Punkten. An den US-Börsen kam es am Dienstag zu leichten Kurseinbußen. Der Nasdaq-Index ging mit einem Minus von 0,2 % auf 1704 Zähler aus dem Handel, der Dow-Jones-Index gab um 0,4 % auf 9340 Punkte nach. Berichte über weitere Milzbrand-Fälle in den USA hatten nach Händlerangaben am Dienstag die Trendwende herbei geführt und die Kurse nach einer zuvor freundlichen Tendenz ins Minus gedrückt. Für Unsicherheit der Investoren hätten auch die Quartalsbilanzen gesorgt.Die Aktien von Preussag könnten Händlern zufolge von Aussagen des Unternehmenschefs Michael Frenzel über ein Wachstums im kommenden Jahr profitieren. Frenzel sagte in einem Interview der "Börsen-Zeitung": "Es wäre nicht seriös zu sagen, welche Wachstumsraten wir erwarten, aber wir erwarten Wachstum."

Die im MDax notierte Software AG teilte vor Börsenbeginn mit, Ergebnis und Umsatz in dritten Quartal deutlich gesteigert zu haben, die Umsatzplanungen für das Gesamtjahr aber nicht ganz erreichen zu können. Zudem werde 2002 von einem Umsatzzuwachs im einstelligen Prozentbereich ausgegangen, hieß es.

Die zur Kirch-Gruppe gehörende Senderfamilie ProSiebenSat.1 Media AG teilte mit, in den ersten neun Monaten einen Gewinneinbruch von fast 50 % verbucht zu haben. Der Technologiekonzern Dürr, ebenfalls ein MDax-Wert, berichtete über einen Ebitda- und Umsatzanstieg nach neun Monaten.

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