Dax gibt 0.9 Prozent nach
Technologiewerte und Euro drücken den Dax

Belastet von schwachen US-Hochtechnologiewerten und dem Rekordtief des Euro haben sich die deutschen Standardwerte am frühen Montagnachmittag leichter präsentiert.

Reuters FRANKFURT. Der Deutsche Aktienindex Dax gab bis gegen 13.45 Uhr 0,9 % auf 7 199 Punkte nach. Das Verhältnis von Kursgewinnern zu-verlierern war mit 15 zu 15 ausgeglichen. Der Umsatz im Dax lag bis dahin bei rund 11,7 Mill. Aktien, was die Börsianer als sehr niedrig bezeichneten. Auf der Verliererseite ragten nach dem starken Nasdaq-Rückgang vom Freitag insbesondere die Hochtechnologiewerte heraus.

Die New Yorker Aktienbörse hatte zum Wochenschluss deutlich nachgegeben. Der Dow-Jones-Index 30 führender Industriewerte ging 38,11 Punkte oder 0,34 % tiefer auf 11 221,76 Zählern aus dem Handel. Der technologielastige Nasdaq-Index hatte 2,91 % niedriger auf 3979,25 Zählern geschlossen. Sowohl der S&P-Future als auch der Nasdaq-100-Future lagen am frühen Montagnachmittag im Minus und signalisierten damit einen leichteren Auftakt an den US-Börsen.

Der Sturz des Nasdaq-Composite-Indexes unter die psychologisch wichtige Marke von 4 000 Zählern habe die deutschen Hochtechnologiewerte unter Druck gebracht, sagte ein Händler. Die Kosolidierung am deutschen Aktienmarkt setze sich fort, hieß es bei einem Analysten. Die Marktlage sei auf Grund der Talfahrt des Euro weiterhin labil. Die europäische Gemeinschaftswährung markierte am Vormittag erneut ein historisches. Die neue Talfahrt wird als Reaktion der Märkte auf das nach Ansicht von Händlern enttäuschende Egebnis des Treffens der europäischen Finanzminister bewertet.

Händler sprachen von einem lustlosen und zähen Geschäft. Es fehlten die Impulse, hieß es. Die Kursbewegungen der Einzelwerte hielten sich in recht engen Grenzen.

Bei den Hochtechnologiewerten verringerten sich SAP um 1,1 %, Epcos um 1,4 % und Infineon um 1,1 %. Indexschwergewicht Deutsche Telekom ermäßigte sich um 2,2 %.

Gegen die allgemeine Markttendenz konnten sich dagegen Lufthansa stemmen. Die Aktie zog um knapp ein Prozent auf 23,53 Euro an. Bereits am Freitag war der Wert im Zuge einer technischen Erholung um 1,3 % gestiegen. Auch ThyssenKrupp setzten ihren Erholungskurs mit einem Plus von 0,4 % fort.

Größter Verlierer waren Münchener Rück mit einem Kursabschlag von 2,8 %. Händler erklärten den Abwärtstrend mit Gewinnmitnahmen. Die Aktie war in der vergangenen Woche gut gelaufen.

Degussa-Hüls verbilligten sich um 0,6 %. Degussa-Hüls und SKW Trostberg haben für heute zur gemeinsamen Pressekonferenz anlässlich der geplanten Fusion der beiden Unternehmen eingeladen.

Trotz guter Absatzzahlen gingen BMW um 1,6 % zurück. Auch nach acht Monaten hatte der Münchener Autokonzern weltweit deutlich mehr Autos verkauft als ein Jahr zuvor. Von Januar bis August 2000 seien 544 000 Fahrzeuge abgesetzt worden, 8,3 % mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, teilte BMW am Montag in München mit. Allein im August seien die Verkaufszahlen um 13,4 % auf 56 000 Stück gestiegen.

Der MDax schwächte sich um 0,7 % auf 4930 Punkte ab. Heidelberger Zement büßten nach Vorlage ihrer Halbjahreszahlen gut ein Prozent ein.



Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%