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Dax im Plus erwartet

Die deutschen Aktienwerte dürften nach Einschätzung von Händlern am Montag mit Aufschlägen in die Handelswoche starten.

rtr FRANKFURT. Nach dem Ausverkauf am Freitag sollte der Markt zu einer kleinen, technisch-bedingten Aufwärtsbewegung ansetzen, sagte ein Händler. Allerdings gehe man davon aus, dass Investoren vor dem Hintergrund der weiterhin unsicheren politischen Situation von größeren Engagements absehen werden. Ein anderer Börsianer rechnet aus diesem Grund für den weiteren Tagesverlauf mit einer Seitwärtsbewegung des Marktes. Im Fokus könnten die Titel der Deutschen Bank stehen, nachdem das Bankhaus mitgeteilt hatte, den US-Vermögensverwalter Scudder zu übernehmen.

Die Citibank berechnete den Deutschen Aktienindex (Dax) gegen 8.15 Uhr mit 3844 Punkten, nach einem Schluss von 3787 Zählern am Freitag. Das Handelshaus Lang & Schwarz sieht den Dax bei 3847 Punkten. Die Zuwächse entsprächen einem Kursplus von rund 1,5 %, nachdem der Dax am Freitag zeitweise um mehr als sieben Prozent auf den tiefsten Stand seit November 1997 eingebrochen war.

Die New Yorker Aktienmärkte hatten am Freitag nach einem volatilen Handelsverlauf schwächer geschlossen. Die Angst vor einem längeren Krieg der USA hatte nach Händlerangaben das Geschäft an der Wall Street bestimmt und zu Kurseinbußen geführt. Allerdings hätten sich die Blue Chips infolge einer positive Prognose von General Electric (GE) von den Tiefstständen etwas erholt. Der Dow Jones schloss um 1,7 % schwächer bei 8235 Zähler, der technologielastige Nasdaq-Index büßte 3,3 % auf 1423 Punkte ein.

Anlegerinteresse könnten nach Händlerangaben die Aktien der Deutschen Bank auf sich Ziehen. Der Konzern wird nach eigenen Angaben den US-Vermögensverwalter Scudder vom schweizerischen Finanzkonzern Zurich Financial Services übernehmen. Die größte deutsche Bank beabsichtige, Scudder für 2,5 Mrd. Dollar zu erwerben. Einem Händler zufolge könnte sich die Übernahme zunächst auf Grund des hohen Kaufpreises negativ auf den Aktienkurs auswirken. Langfristig sei der Schritt aber positiv zu bewerten.

Unter Druck geraten könnten die Titel der Deutschen Lufthansa, nachdem die Fluglinie mitgeteilt hatte, angesichts der Luftfahrtkrise nach den Anschlägen in den USA, ihre Flotte bis Ende kommender Woche möglicherweise um bis zu zwölf Prozent zu reduzieren. "Insgesamt könnte es sein, dass wir bis zum Ende der Woche 28 unserer 236 Flugzeuge stillgelegt haben", sagte Lufthansa-Chef Jürgen Weber in einem Interview mit der Zeitung "Die Welt". In der vergangenen Woche hatte die Lufthansa noch von 20 stillzulegenden Flugzeugen gesprochen.

Die Preussag AG sieht nach den Worten ihres Vorstandschefs Michael Frenzel derzeit keine großen Übernahmeziele für den Touristikkonzern. "Große Akquisitionen sehen wir für uns derzeit nicht," sagte Frenzel dem "Handelsblatt". Der am Neuen Markt gelistete Anbieter optischer Netzwerklösungen Adva Optical Networking AG hat seine Umsatzprognose für das dritte Quartal nach unten gesenkt.

Am Montag treten die bereits von der Deutschen Börse angekündigten Indexveränderungen in Kraft. Am Neuen Markt werden die drei Unternehmen AT&S, GPC Biotech und Süss MicroTec in den Blue-Chip-Index Nemax50 aufsteigen. Dafür nimmt die Deutsche Börse Brokat, Kinowelt Medien und Telegate aus dem Index heraus. Im MDax werden Beru, Fraport und Salzgitter die bisher dort gelisteten Unternehmen VCL Film+Medien, Porsche und SPAR Handels-AG ersetzen. Bei der Zusammensetzung des Dax wurden keine Veränderungen vorgenommen.

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