Dax-Konzern
Bayer kürzt Dividende für 2001

Die Entscheidung reflektiere einerseits die für Bayer-Verhältnisse unbefriedigende Ertragslage im Jahr 2001, die durch hohe einmalige Sonderbelastungen gekennzeichnet gewesen sei, erklärte der scheidende Vorstandsvorsitzende, Manfred Schneider.

vwd LEVERKUSEN. Andererseits setze Bayer im Interesse der Aktionäre weiter auf Dividenden-Kontinuität, da schon im laufenden Jahr eine erhebliche Verbesserung der Ergebnisse zu erwarten sei. Aus diesem Grund hätten sich Vorstand und Aufsichtsrat zu einer deutlichen Erhöhung der Ausschüttungsquote entschieden. Bei rund 730 Mill. Aktien entspreche die Dividende einer Ausschüttungssumme von 657 Mill. Euro.

Zuletzt hatte das Unternehmen die Ausschüttung vor genau zehn Jahren gekürzt. Während die damalige Ertragslage konjunkturell beeinträchtigt war, wurde Bayer 2001 zusätzlich durch den Lipobay-Skandal und durch Probleme bei der Produktion des Blutgerinnungspräparats Kogenate in die Krise gestürzt. Schneider hatte deshalb bereits im August angekündigt, dass die Aktionäre für 2001 mit einer niedrigeren Ausschüttung rechnen müssten. Die Zahlen zum Geschäftsjahr 2001 legt der Dax-Konzern am kommenden Mittwoch vor.

Unterdessen wurde die Aufsichtsratssitzung am Donnerstag fortgesetzt. Für den Nachmittag kündigte das Unternehmen weitere Entscheidungen zu wichtigen personellen Fragen an. In erster Linie wird ein Nachfolger für Finanzvorstand Werner Wenning erwartet, der nach der Hauptversammlung den Vorstandsvorsitz von Schneider übernimmt. Schneider wechselt seinerseits an die Spitze des Aufsichtsrats.

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