Dax-Mitgliedschaft in Gefahr
Infineon dementiert Firmensitz-Verlegung

Der Münchener Chiphersteller Infineon hat einen Bericht über Pläne zur Verlegung des Firmensitzes in die Schweiz zurückgewiesen. "Die Verlagerung des Firmensitzes ist noch in der Prüfungsphase", sagte ein Infineon-Sprecher am Sonntag. Dabei gebe es verschiedene Optionen. Es werde auch am Dienstag auf der Halbjahreskonferenz keine Entscheidung dazu verkündet werden.

Reuters FRANKFURT. Zuvor hatte die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" berichtet, Infineon-Chef Ulrich Schumacher wolle den Aufsichtsrat am Montag informieren, wo der Konzern künftig am besten seinen Hauptsitz aufschlagen solle. "Schumacher will am liebsten in die Schweiz", zitierte die Zeitung Führungs- und Aufsichtsratskreise. Die Vorbereitungen seien so weit fortgeschritten, dass die Abzugspläne "längst keine leeren Drohungen" mehr seien, zitierte das Blatt Vertraute Schumachers.

Der Infineon-Chef hatte sich wiederholt über steuerliche Nachteile am Standort Deutschland beklagt und den Abzug der Konzernzentrale angedroht. Mit dem Verlagern des Konzernsitzes würde Infineon einen Ausschluss aus dem Deutschen Aktienindex (Dax) riskieren. Nach dem Regelwerk der Deutschen Börse für Indizes ist eine der Voraussetzungen für eine Dax-Mitgliedschaft, seinen Hauptsitz in Deutschland zu haben.

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