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Dax nach Berg- und Talfahrt fester

Der Frankfurter Aktienhandel hat nach einer Berg- und Talfahrt am Dienstag seine Verluste eingegrenzt. Während im frühen Handel dünne Umsätze und Orientierungslosigkeit dominierten, kam gegen Abend noch einmal etwas Schwung in den Handel. Für Inspiration sorgten Kursgewinne der Deutschen Post und eine freundliche Börse in Amerika.

dpa FRANKFURT. Der Deutsche Aktienindex Dax schaffte den Sprung in die Gewinnzone und beendete den Handel mit einem Zuwachs von 1,04 % auf 6 678,07 Punkte. Dagegen verharrten die Nebenwerte im MDax mit einem Verlust von 1,66 % auf 4 783,97 Stellen im Minus.

Nachdem die Deutsche Post an ihrem ersten Handelstag - trotz einer Vielzahl gelber Bullen vor der Frankfurter Börse - eher in Bärenstimmung war, wendete sich am Dienstag das Blatt. Ein sattes Plus von 7,10 % auf 22,92 Euro ging auf das Konto des Börsenneulings. Unter den Käufern fanden sich eine Vielzahl institutioneller Anleger. "An der Post-Aktie kommt niemand vorbei", sagte ein Händler. Allerdings werde der Druck auch wieder nachlassen, wenn ein gewisses Niveau erreicht sei.

Spitzenwert im Dax waren Eon mit einem Gewinn von 5,34 % auf 64,29 Euro. Ein Frankfurter Analyst begründete die Kursgewinne damit, dass der Trend zu defensiven Werten gehe. Nachdem dann RWE als der zweite große Versorger in Deutschland mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen der Analysten erfüllt hatte, habe sich dieser Trend verstärkt. RWE legten ebenfalls um 3,00 % auf 47,38 Euro zu.

Schlusslicht DaimlerChrysler markierten mit einem Verlust von 2,12 % auf 46,64 Euro den tiefsten Stand seit Jahren. Der Automobilkonzern wird drei weitere Manager von Chrysler entlassen. Die Daimler-Chrysler-Aktie belaste den Gesamtmarkt, urteilte ein Händler. "Das zieht die Autowerte nach unten". Auch BMW gaben 1,22 % auf 36,45 Euro ab.

Nachdem die Wachstumswerte im späten Mittagshandel erneut ein neues Jahrestief erreicht hatten, konnten sie sich wieder fangen. Der Nemax 50 (Performance-Index) beendete den Tag mit einem vergleichsweise geringen Minus von 1,74 % auf 3 457,18 Zähler. Zuvor war der Index auf 3 390,61 Stellen gefallen. Belastend habe sich die Gewinnwarnung des amerikanische Telekomausrüsters Lucent Technologies ausgewirkt, sagte ein Frankfurter Händler. Der Gewinn je Aktie wird laut Lucent im vierten Quartal und im Gesamtjahr wahrscheinlich um zwei Cent niedriger als ursprünglich prognostiziert ausfallen. Nach dem ersten Schock hätten die Anleger gemerkt, dass ihre Reaktion übertrieben gewesen sei, sagte der Händler.

Die Börsen in Paris und London notierten fester. Der in Paris notierte EuroStoxx 50 legte um 0,92 % auf 4 893,95 Zähler zu. In Amerika legte der Dow Jones um 0,95 % auf 10 562,37 Stellen zu, während die technologielastige Computerbörse NASDAQ um 1,11 % auf 2 907,70 Punkte kletterte.

Der Rentenmarkt in Frankfurt präsentierte sich uneinheitlich. Der Bund-Future verlor 0,1 % auf 105,81 Punkte, während der Rentenindex REX unverändert bei 110,47 Zählern stand. Die Umlaufrendite wurde am Mittag unverändert mit 5,20 % ermittelt.

Der Euro kostete 0,8423 $. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 0,8474 (Montag 0,8488) $ fest. Die amerikanische Währung kostete damit 2,3080 (2,3042) DM.

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