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Dax nach EZB-Zinssenkung behauptet erwartet

Der deutsche Aktienmarkt wird einen Tag nach der überraschenden Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank (EZB) nach Einschätzung von Börsianern behauptet in den Handel starten.

Reuters FRANKFURT. Der positive Grundton nach dem Zinsentscheid werde angesichts der erwarteten Zinssenkung der US-Notenbank Fed in der nächsten Woche anhalten, sagten Händler. Die Entscheidung werde den Handelsverlauf am Freitag aber nicht nachhaltig prägen. Die EZB hatte am Donnerstag die Leitzinsen in der Eurozone um 25 Basispunkte gesenkt und damit dem Markt Auftrieb verliehen.

Die Citibank berechnete den Deutschen Aktienindex (Dax) gegen 08.15 Uhr mit 6154 Punkten, nach einem Schluss von 6165,18 Punkten am Donnerstag. Das Handelshaus Lang & Schwarz sieht den Dax bei 6166 Zählern.

Die Wall Street liefert uneinheitliche Vorgaben für den deutschen Markt. Während die Standardwerte Händlern zufolge von positiven Umsatzmeldungen profitieren konnten, gaben die Technologiewerte frühere Gewinne wieder ab und rutschten in negatives Terrain. Positiv hatten sich nach Aussagen von Marktteilnehmern die Zinssenkungen der EZB und der Bank of England ausgewirkt.

Der Zinsentscheid der EZB verlieh auch den asiatischen Börsen in Tokio und Hongkong Auftrieb. Beide Börsen tendierten freundlich. Die Zinssenkung habe Investoren zudem dazu bewegt, Shorteindeckungen bei Technologietiteln vorzunehmen, die zuletzt unter Abgabedruck gestanden hatten, sagten Händler.

Die Dresdner Bank, die am Vortag im Zuge der Zinssenkung deutliche Kursgewinne verbuchen konnte, hat am Morgen Zahlen für das erste Quartal vorgelegt. Demnach verdiente das Finanzinstitut weniger als von Analysen erwartet. Der Versicherer Allianz hatte Ende März angekündigt, die Dresdner Bank übernehmen zu wollen und so den viertgrößten Finanzkonzern der Welt zu schaffen. Am Vormittag beginnt die Hauptversammlung der Dresdner Bank. Die Zahlen seien nicht gut, würden den Aktienkurs der Dresdner wegen der Allianz jedoch nicht allzu sehr belasten, sagte ein Händler.

Am Vormittag findet auch eine Pressekonferenz der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit mit Mitgliedern der Lufthansa-Konzern-Tarifkommission zum Streik der Lufthansa-Piloten und dem weiteren Vorgehen im Tarifkonflikt mit der Fluggesellschaft statt. In der Nacht war der erste 24-stündige Pilotenstreik in der Geschichte des Unternehmens zu Ende gegangen.

Nach endgültigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes hat die Inflationsrate in Deutschland im April den höchsten Stand seit Februar 1994 erreicht. Die Verbraucherpreise seien zum April 2000 um 2,9 % und zum Vormonat um 0,4 % gekletter, teilte das Amt am Freitag mit. Die Jahresteuerungsrate sei stark durch die Preis für Haushaltsenergie beeinflusst worden.

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