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Dax nach negativen Vorgaben aus den USA leichter erwartet

Im vorbörslichen Handel berechnete das Handelshaus Lang & Schwarz den Deutschen Aktienindex gegen 8.10 Uhr mit 6964 Punkten.

rtr FRANKFURT. Die deutschen Standardwerte werden sich am Donnerstag Händlern zufolge auf Grund einer schwachen Vorgabe aus den USA in Folge Verunsicherung über den Ausgang der dortigen Präsidentenwahl leichter eröffnen. "Die Wahl drückt den Markt hier und das kann sogar noch einige Tage dauern", sagte ein Händler. Wegen des unerwartet knappen Ausgangs der Abstimmung am Dienstag in Florida muss dort eine Nachzählung vorgenommen werden. Das Ergebnis in diesem Bundesstaat ist entscheidend dafür, ob der Republikaner George W. Bush oder der Demokrat Al Gore nächster US-Präsident wird.

Im vorbörslichen Handel berechnete das Handelshaus Lang & Schwarz den Deutschen Aktienindex (Dax) gegen 8.10 Uhr mit 6964 Punkten. Bei der Citibank notierte der Index zeitgleich bei 6970 Zählern. Am Mittwoch war der Dax mit einem Minus von 0,96 % auf 7008,64 Zähler aus dem Handel gegangen.

Ein Händler sagte, das Damoklesschwert USA müsse weg, damit sich der deutsche Aktienmarkt wieder auf Einzelwerte konzentrieren könne. Derzeit stünden eine Reihe von Geschäftszahlen deutscher Unternehmen an, man könne allerdings auf Grund der Verunsicherung nicht abschätze, wie der Markt reagieren werde. So habe BASF am Morgen recht überzeugende Zahlen vorgelegt, die Aktie des Unternehmens liefe aber Gefahr genau wie die Titel von Siemens am Vortag grundlos unter Druck zu geraten. Siemens hatte Geschäftszahlen vorgelegt, die ebenfalls von Marktteilnehmern positiv aufgenommen wurden. "Insgesamt korrigiert der deutsche Aktienmarkt derzeit", sagte ein Händler. Er sehe ein Abrutschen des DAX auf bis zu einem Stand von rund 6800 Punkten als gesund an.

Der US-Aktienmarkt hat am Mittwoch bei Zurückhaltung der Anleger wegen des unsicheren Ausgangs der Präsidentenwahl schwächer geschlossen. Technologie-Aktien gerieten dabei nach Angaben von Händlern durch Sorgen um negative Folgen eines schwächeren Wirtschaftswachstums auf die Unternehmensgewinne unter Druck. Während der Dow-Jones-Index 30 führender Industriewerte lediglich um 0,41 % schloss, fiel der technologielastige Nasdaq-Index um 5,39 %.

Die Aktienmärkte in Fernost haben am Donnerstag auf Grund von Kursverlusten bei Technologiewerten schwächer tendiert. Der 225 Werte umfassende Nikkei Index gab 2,21 % auf 15 065,49 Punkte nach. Der Aktienmarkt in Hongkong tendierte am Donnerstag schwächer. Der Hang Seng Index gab 0,59 % nach.

Der Euro hat sich am Donnerstag an den Märkten des Fernen Ostens kaum bewegt in enger Spanne zwischen 0,8540 und 0,8557 $ präsentiert. Am Vorabend notierte der Euro in New York zum Handelsende bei 0,8556/60 $.

Am heimischen Aktienmarkt könnten am Donnerstag die Aktien des Ludwigshafener Chemie- und Pharma-Konzern BASF bei Anlegern auf Interesse stossen. Das Unternehmen teilte vor Handelsbeginn mit, im dritten Quartal weniger als vor Jahresfrist verdient, seinen Umsatz und das operative Ergebnis vor Sonderposten aber gesteigert zu haben. Der Reingewinn im dritten Quartal sei um 9,8 % auf 101 Mill. Euro gesunken. Das operative Ergebnis vor Sonderposten sei indes um 10,4 % auf 765 Mill. Euro und der Umsatz um 26,9 % auf 9,916 Mrd. Euro gestiegen.

Von Reuters befragte Analysten hatten im Durchschnitt ein Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Sondereinflüssen von 800 Mill. Euro und einen Umsatz von 8,5 Mrd. Euro erwartet. Für das Gesamtjahr bekräftigte der Konzern sein Ziel, den operativen Gewinn vor Sonderposten um mindestens zehn Prozent zu steigern.



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