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Dax schließt freundlich - Neuer Markt ebenfalls behauptet

Der schwächere Ifo-Index hat sich offenbar nicht auf die Kurse ausgewirkt. Telekom-Aktien gaben um weitere 3,7 % nach.

Reuters FRANKFURT. Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag bei geringen Umsätzen vor der Zinsentscheidung der US-Fed freundlich geschlossen. Der Dax ging mit einem Plus von 0,69 % bei einem Stand von 7249,20 Punkten aus dem Handel. Der Handel habe sich am Dienstag vor der US-Zinsentscheidung verhalten gezeigt, sagten Börsianer. Man müsse zuerst abwarten wie die Fed sich entscheide, am Mittwoch könne man dann weiter sehen, hieß es. Auch wenn keine Zinsänderung der Fed erwartet werde, sei von dieser Entscheidung eine gewisse Unsicherheit für die Märkte ausgegangen, sagte ein Händler.

Der deutlich schwächer als erwartet ausgefallene Ifo-Geschäftsklimaindex habe den Deutschen Aktienindex offenbar nicht beeinflusst, hieß es. Die US-Tendenz habe wohl Vorrang vor den deutschen Konjunkturdaten. Nach dem Rückgang im Juli büßte der ifo-Index im Westen Deutschlands nochmals ein und wurde mit 99,1 angegeben. Erwartet worden war ein Indexstand von 101,28 nach zuletzt 100,4 im Juni. Auch die Geschäftserwartung gab auf 105 von 106,5 im Vormonat nach.

Auf der Gewinnerseite im Dax standen 25 Werte, fünf gaben nach. Mit zu den größten Gewinnern gehörten Allianz. Die Papiere legten um 2,82 % auf 388,47 Euro zu. Offenbar profitiere der Versicherer immer noch von Medienberichten, dass sie darüber nachdenke, ihr Aktienpaket an der Dresdner Bank an die Deutsche Bank zu verkaufen, sagte ein Händler. Im Gegenzug würde sich die Allianz an der Filialtochter Deutsche Bank 24 beteiligen, um so den Verkauf seiner Produkte über ein großes Filialnetz zu ermöglichen. Dresdner Bank legte um 0,78 % und Deutsche Bank 1,66 % zu.

Die Aktien der Preussag AG waren der größte prozentuale Gewinner am Markt. Die Titel des größten europäischen Reisekonzerns legten um 3,98 % auf 37,90 Euro zu. Der Konkurrent LTU hatte am Dienstag bekannt gegeben, dass der Kölner Einzelhandelskonzern REWE sich zum Jahresende zu 100 % an der LTU Touristik GmbH und zu 40 % an der LTU Fluggesellschaft beteiligen werde. Mit dem Zusammenschluss würde die Gruppe zu Europas viertgrößten Reisekonzern.

BASF stiegen um 1,79 % auf 42,57 Euro. Händlern zufolge gebe es jedoch keine Neuigkeiten. Es gebe offenbar Rückkaufneigung, nachdem die Papiere im Anschluss an die Veröffentlichung der Halbjahresergebnisse unter Druck gekommen waren, hieß es.

Nach den deutlichen Vortagesverlusten gaben die Aktien der Deutschen Telekom um weitere 3,71 % auf 42,05 Euro ein. Die T-Aktie hatte im Handelsverlauf mit 41,40 Euro am zweiten Tag in Folge einen neuen Jahrestiefststand markiert. Am 6. März diesen Jahres kostete das Papier noch 104,90 Euro.

Metro verloren 1,42 % auf 44,50 Euro. Das Unternehmen will am Donnerstag Kennzahlen für das erste Halbjahr bekannt geben. Trotz des Preiskampfes im Handel erwarten Analysten über dem Branchendurchschnitt liegende Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis.

Das aus dem Zusammenschluss von Viag und Veba entstandene Energieunternehmen E.ON gehörte ebenfalls zu den Verlierern am Markt. Die Aktien büßten 0,59 % auf 57,13 Euro ein. Das Unternehmen bestätigte am Dienstag, dass es zur Reduzierung von Überkapazitäten konventionelle Kraftwerke stilllegen will. Auch bei RWE/VEW werden Stilllegungen erwogen. RWE legten um 1,19 % auf 41,80 Euro zu.

Die Nebenwerte tendierten behauptet. Der MDax legte um 0,44 % auf 4853,49 Punkte zu. Die Vorzugsaktien des Medienunternehmens ProSieben notierten nahezu unverändert bei 169,90 Euro. Die ProSieben-Aktionäre und die Gesellschafter von Sat.1 hatten am Dienstag einem Zusammenschluss zugestimmt. Dadurch entsteht das größte deutsche Fernseh-Unternehmen.

Der Neue Markt zeigte sich ebenfalls behauptet. Der alle Werte umfassende Nemax-All-Share legte um 0,61 % auf rund 5203,09 % zu. Der Nemax 50 gewann 0,36 % auf 5683,68 Punkte.

frankfurt.newsroom@reuters.

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