Dax schloss 2,54 % schwächer auf 6 046,56 Punkten.
Dax: Aktien schließen sehr schwach

Zu "wahren Panikverkäufen" mit Rekordumsätzen hat sich am Montag die Schwäche der Technologie-Werte am deutschen Aktienmarkt ausgeweitet.

vwd FRANKFURT. Der Dax verlor 157,90 Punkte oder 2,54 % auf 6 046,56 Punkte. Mit Rekordumsätzen von mehr als 1,2 Milliarden Euro allein in Techno-Werten im elektronischen Handelssystem Xetra setzte sich die Ausverkaufsstimmung in der New Economy weiter fort, berichteten Händler. Nach der Umsatzwarnung von Intel am Freitagmorgen und den schlechten Nachrichten von Cisco am Freitagabend sei der Markt von der Gewinnwarnung Ericssons am Montagmittag "regelrecht zerfetzt worden".

SAP verloren in der Spitze bis zu elf Prozent. Der Baisse konnten sich selbst Werte aus anderen Sektoren wie Maschinenbau und Chemie nicht entziehen. Die Verluste trafen den Markt auf ganzer Breite. Nur Adidas und Commerzbank profitierten von Sonderfaktoren. Im Technologie-Bereich traf es besonders die Siemens-Familie. Siemens gaben 4,76 % ab auf 120,00 Euro. Hier konnte auch die erstmalige Notierung an der New Yorker Börse dem Kurs kaum helfen. Infineon gaben 3,54 % auf 36,75 Euro ab und Epcos um 2,88 % auf 66,14 Euro. SAP waren der Verlierer des Tages und schlossen mit 8,42 % im Minus bei 141,95 Euro.

Software AG konnten sich in der zweiten Reihe dank einer Hochstufung durch Merrill Lynch dem Absturz entziehen. Sie notierten unverändert zum Vortag bei 60,00 Euro. Deutsche Telekom verloren 5,84 % auf 25,33 Euro. Es habe die Angst vor der außerordentlichen Hauptversammlung von Voicestream am Dienstag dominiert. Dort werde "über das Wohl und Wehe des Telekom-Deals abgestimmt", hieß es dazu. Bankwerte gehörten ebenfalls zu den großen Verlieren. "Vermutlich liegt das an einer Goldman-Sachs-Studie, die am Dienstag veröffentlicht werden soll", hieß es dazu aus dem Handel.

Die Studie über europäische Banken könnte in einer Herabstufung des gesamten Sektors münden, so die Befürchtungen. Unterstrichen worden sei dies durch den europaweiten Druck auf sämtliche Banktitel. "Noch einen heruntergestuften Sektor wollen wir jetzt wirklich nicht mehr sehen", kommentierten Händler die Stimmung am Markt. Besonders Deutsche Bank litten und verloren bei hohen Umsätzen mehr als fünf Prozent auf 85,35 Euro. Nur Commerzbank und Hypo-Vereinsbank seien gegen diese Befürchtungen "immun" gewesen, hieß es weiter. Hypo-Vereinsbank profitierten davon, dass sie erneut in das Research von Goldman Sachs aufgenommen wurden.

Sie notierten zum Schluss mit einem moderaten Minus von 0,58 % bei 66,60 Euro. Commerzbank stiegen leicht um 0,07 % auf 30,11 Euro. Händler verwiesen zur Begründung auf erste Dividendenkäufe vor der Hauptversammlung im Mai. Adidas-Salomon legten um 0,76 % auf 66,60 Euro zu, nachdem sie vom Bankhaus Merck Fink & Co heraufgestuft wurden. Degussa wurden von Händlern als Fluchtwert bezeichnet, nachdem die Billigung Brüssels zur endgültigen LaPorte-Übernahme bekannt wurde. Degussa gewannen rund ein Prozent auf 37,43 Euro. In der zweiten Reihe trafen die Technologie-Verkäufe vor allem Jenoptik. Nach zwischenzeitlichen Verlusten um zehn Prozent schlossen Jenoptik mit einem Minus von 7,22 % auf 25,05 Euro.

Von den Verlusten der Finanzwerte wurden MLP gebeutelt. Sie gaben neun Prozent auf 105,00 Euro ab.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%