Dax stand zwei Stunden vor Handelsende bei 5 711 Punkten
Deutsche Aktien mit freundlichem Wochenauftakt

Die Wachstumswerte am Neuen Markt machen ihrem Namen alle Ehre. Die Technologiewerte verbuchten die höchsten Aufschläge. Deutsche Bank legten nach den Abschlägen der Vorwoche zu. Nach dem Tarifabschluss für die Beschäftigten der Lufthansa verloren die Anteilsscheine der Fluggesellschaft mit 2,84 % auf 20,20 Euro am deutlichsten.

dpa FRANKFURT/MAIN. Den deutschen Aktien ist ein guter Start in die neue Woche gelungen. Der Leitindex Dax stand zwei Stunden vor Handelsende mit Plus drei Prozent bei 5 711 Punkten. Die so genannten Wachstumswerte am Neuen Markt machten ihrem Namen endlich wieder Ehre. Der Nemax 50 zog um 5,02 % auf 1 602 Zähler an und überwand damit nach einer Woche wieder die Marke von 1 600 Punkten, Die mittelgroßen Werte im MDax legten 0,84 % auf 4 402 Zähler zu.

Die deutschen Aktien würden die Entwicklung der Börsen in den USA nachzeichnen und in deren Kielwasser fest notieren, sagte ein Händler. Aus Deutschland gebe es kaum Impulse; alles warte darauf, ob die Europäische Zentralbank (EZB) in ihrer nächsten Sitzung am Donnerstag die Zinsen senke.

Unter den Dax-Werten verbuchten Technologie Werte die höchsten Aufschläge. Sie seien in der Vergangenheit "am stärksten verprügelt" worden, erklärte ein Marktteilnehmer. Siemens führten mit einem Plus von 7,25 % auf 118,01 Euro die Gewinnerliste an. Epcos standen dem kaum nach und legten um 7,11 % auf 66,87 Euro zu. SAP gewannen 4,17 % und kosteten 140,00 Euro. Infineon standen bei 45,11 Euro - ein Plus von 4,30 %.

Die Aktie der Deutschen Bank AG legte 4,76 % auf 81,29 Euro zu. Die Aufschläge seien teilweise eine Reaktion auf die starken Abschläge der vergangenen Woche, erklärten Händler. Hinzu komme die Aufnahme der Bank in die Empfehlungs-Liste des Investmenthauses Lehman Brothers. Zudem hätten Gerüchte über eine Übernahme der Dresdner Bank durch die Allianz den Kurs der Deutschen Bank beflügelt. Die Allianz könnte dabei das Investmentbanking der Dresdner Bank verkaufen, sagte ein Händler. Davon könne die Deutsche Bank profitieren, da sie sich in diesem Geschäftsfeld noch verstärken wolle.

Auch die Anteilsscheine der Dresdner Bank setzten auf Grund der Marktgerüchte zu einem Höhenflug an und gewannen 5,07 % auf 44,35 Euro. Die Aktie der Allianz stieg um 1,25 % auf 327,05 Euro.

Lufthansa stehen Streiks bevor

Nach dem Tarifabschluss für die Beschäftigten der Lufthansa verloren die Anteilsscheine der Fluggesellschaft mit 2,84 % auf 20,20 Euro am deutlichsten. Darüber hinaus ziehen neue Wolken am Himmel auf: Der Lufthansa drohen in der laufenden Tarifrunde zum zweiten Mal innerhalb von sechs Tagen bundesweite Warnstreiks. Die Vereinigung Cockpit rief 4 200 Piloten und Copiloten auf, am Mittwoch die Arbeit ruhen zu lassen.

Die internationalen Börsen zeigten sich zu Wochenbeginn freundlich: Sowohl die Börsianer an der Seine als auch an der Themse waren in Kaufstimmung. Der Euro Stoxx 50 stieg um 3,5 % auf 4 141 Punkte. Der Dow Jones in New York gewann 1,43 % auf 9 641 Zähler hinzu. An der Nasdaq zogen die Kurse um 1,22 % auf 1 952 Punkte an.

Angesichts steigender Aktienkurse tendierte der Rentenmarkt leichter. Der richtungsweisende Bund Future fiel um 0,2 % auf 109,95 Punkte, während der Rentenindex Rex 0,1 % auf 113,73 Punkte nachgab. Die Umlaufrendite wurde von der Bundesbank bei 4,59 (Freitag: 4,58) Prozent festgestellt.

Der Euro legte zu. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 0,8935 (Freitag: 0,8922) $ fest. Der $ kostete damit 2,1890 (2,1921) DM. Die Gemeinschaftswährung wurde am frühen Abend für 0,8946 $ gehandelt. Der Markt warte gespannt auf die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am kommenden Donnerstag, erklärten Händler.

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