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Dax startet leichter

Aufgrund des hohen Ordervolumens sprechen Händler von Gewinnmitnahmen. Tagesverlierer ist die Deutsche Bank.

vwd FRANKFURT. Mit etwas leichteren Notierungen eröffnen die deutschen Aktienmärkte am Donnerstagmorgen. Der Dax verliert bis 9.24 Uhr 47 Punkte oder 0,7 Prozent auf 6.747 Punkte. Händler sprechen wegen des relativ hohen Umsatzes auf der Verkaufseite von deutlichen Gewinnmitnahmen. Alle Branchen pendeln zum Start im Minus. Banken und Chemie finden sich deutlicher auf der Abgabeseite. Die "wie erwartet" ausgefallene Zinssenkung der FED habe wohl keine großen Auswirkungen mehr auf die deutschen Aktien, heißt es. Der Markt werde sich in den kommenden Monaten auf weitere negative Gewinnmeldungen der Unternehmen einstellen müssen, heißt es. Außerdem sei mit einer technischen Korrektur bei den zuvor gut gelaufenen Technologie- und Bankwerten zu rechnen.

"Dafür sprechen auch die negativen Presseberichte und Zahlen von heute", heißt es. So könne die Commerzbank ein schlechter als erwartetes viertes Quartal 2000 ausweisen. Commerzbank verlieren 1,3 Prozent auf 32,55 EUR. Die Zahlen für das Gesamtjahr 2000 der Deutsche Bank liegen Händlerangaben zufolge am unteren Ende der Prognosen. Sie rechnen im Tagesverlauf mit ausgeprägten Gewinnmitnahmen bei Deutscher Bank. Die Titel verlieren 3,8 Prozent auf 100,60 EUR.

Über den Erwartungen liegen nach Angaben von Marktteilnehmern die Epcos-Zahlen. Auch der Ausblick sei sehr positiv, heißt es weiter. Der Kurs legt deutlich zu um 3,4 Prozent auf 94,70 EUR. Siemens leiden unter Marktgerüchten, wonach Dresdner Kleinwort Wasserstein die Gewinnschätzungen um rund 18 Prozent nach unten revidiert habe. Siemens verlieren 1,2 Prozent auf 153,65 EUR. Daneben seien auch die Umsatz-Schätzungen für Infineon um 15 Prozent nach unten korrigiert worden, heißt es weiter. Infineon zeigen sich davon bisher unbeeindruckt und notieren mit 0,2 Prozent im Plus bei 48 EUR.

Der Gerichtsbeschluss, wonach die Deutsche Telekom ab Februar eine Großhandels-Flatrate anbieten muss, scheint den Titel zu belasten. Telekom geben um rund 0,4 Prozent ab auf 35,86 EUR. Die mit Spannung erwarteten, neuen Index-Ranking-Listen zum deutschen Aktienmarkt veröffentlicht die Deutsche Börse AG voraussichtlich erst am Donnerstag nach Handelsschluss. Spekulationen im Vorfeld halten einen Rauswurf von adidas-Salomon zunehmend wahrscheinlicher als den von KarstadtQuelle. Beide Titel liegen im Minus. Adidas-Salomon geben um 0,6 Prozent auf 77,22 EUR nach.



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