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Dax steigt kräftig

Besonders Technologieaktien werden wieder gekauft. Die T-Aktie führt die Kursgewinner an.

dpa FRANKFURT/MAIN. Kursgewinne bei Technologietiteln haben am Montag die deutsche Börse beflügelt. Das Börsenbarometer Dax für die Standardwerte kletterte bis 14.30 Uhr um 1,20 % auf 6 820,93 Punkte. Die im M-Dax zusammengefassten 70 mittelgroßen Werte verbesserten sich um 1,05 % auf 4 762,44 Punkte. Am Neuen Markt zogen die Wachstumswerte im Nemax 50 (Performance-Index) um 4,21 % auf 5 458,63 Punkte an.

"Die Umsätze halten sich in Grenzen", erklärte ein Aktienhändler der Bayerischen Landesbank. Die Investoren hielten sich vor der Eröffnung der US-Börsen mit Engagements zurück. Langsam bewege sich der Dax auf die 6 800 Punkte zu.

Die im EuroStoxx-50 zusammengefassten europäischen Standardwerte legten in Paris um 0,89 % auf 4 989,15 Punkte zu. Die Börsen in London und Paris verzeichneten ebenfalls deutliche Kursgewinne.

Die Liste der Kursgewinner im Dax führte die Deutsche Telekom an. Der Titel kletterte um 5,69 % auf 40,85 Euro. Händler begründeten die Kursgewinne mit einer technischen Reaktion auf die Verluste der vergangenen Handelstage. "Die T-Aktie hat bei 38,50 Euro Boden gefunden", erklärte ein Münchner Händler. Zudem will die Telekom-Internettochter T-Online nach Informationen der "Welt am Sonntag" den Berliner Internet-Dienstleister I-D Media kaufen.

Technologietitel verdauen Intel-Schock

Die Technologietitel im Dax zeigten sich nach den Kursverlusten durch die Intel-Umsatzwarnung der vergangenen Woche fest. SAP verbesserten sich um 4,67 % auf 272,78 Euro. Siemens verteuerten sich um 4,39 % auf 159,20 Euro. Die Aktien der Halbleitertochter Infineon kletterten um 2,69 % auf 57,30 Euro.

Die Dresdner Bank schreitet bei der Schließung von Filialen schneller voran als angekündigt. Bis Ende 2001 könnten bereits rund 250 statt der geplanten 200 Zweigstellen abgebaut werden. Die Bankaktie verteuerte sich daraufhin um 2,04 % auf 49,90 Euro.

Das Schlusslicht im Dax bildete die Einzelhandelsgruppe Karstadt-Quelle. Der Titel ermäßigte sich um 5,35 % auf 33,60 Euro. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen.

Auf dem Wege zu einem weltweit tätigen Wasserkonzern legte der Essener Energieriese RWE am Montag das erwartete Übernahmeangebot für den größten britischen Wasserversorger Thames Water vor. Der Kurs der Aktie gab um 2,41 % auf 38,87 Euro nach. Mit Thames Water könnte RWE die Zahl seiner Wasserkunden um einen Schlag auf 34 Mill. verdreifachen. Der Konzern wäre damit weltweit die Nummer drei hinter den französischen Versorgern Vivendi und Suez Lyonnaise des Eaux. Analysten bewerten das Investment positiv.

Der Euro bewegte sich am frühen Nachmittag weiterhin unter der psychologisch wichtigen Marke von 88 US-Cent. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zuletzt mit 0,8765 $ gehandelt. Der Dollar kostete 2,23 DM.

Der Rentenmarkt schwächte sich leicht ab. Der Bund-Future zehnjähriger Staatsanleihen verlor 0,1 % auf 105,05 Punkte. Auch der Rentenindex Rex büßte 0,2 % auf 109,97 Zähler ein. Die Deutsche Bundesbank stellte die Umlaufrendite am Mittag mit 5,29 (Freitag: 5,27) Prozent fest.

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