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Dax steigt um 122 Punkte

Sehr fest zeigen sich die deutschen Aktienkurse am Dienstagmittag. Der Dax gewinnt gegen 12.20 Uhr 122 Punkte oder 1,9 % auf 6 530 Punkte und steht nur knapp unter dem bisherigen Tageshöchststand.

vwd FRANKFURT. Die Verluste vom Montag hat er damit mehr als wettgemacht. Händler verweisen auf die festen vorbörlichen US-Kurse und meinen, die Aktien arbeiteten die Entspannung in der US-Präsidenten-Frage ein. Nach den jüngsten Urteilen der Justiz setzten die Märkte nun zunehmend auf einen Präsidenten George Bush, heißt es. Derzeit legen der Future auf den Technologie-Index Nasdaq 3,3 % zu und der Future auf den US-Index S&P-500 0,9 %.

Derzeit wechseln Marktteilehmer auch wieder von Anleihen in Aktien. Denn im Unterschied zu Al Gore gilt Bush eher als Aktien-, denn als Anleihen-freundlich, da Bush die Steuern senken will und Gore die Staatsschulden.

Die Langläufer am Rentenmarkt geben etwa 0,3 %punkte nach. Allerdings wollen Händler die Bewegungen auch noch nicht überbewerten. Mit Blick auf die Aktien meinen sie, dass die Politik nur einer unter mehreren Belastungsfaktoren der Aktienmärkte sei. "Und politische Börsen haben kurze Beine", zitierten Marktteilnehmer schon am Morgen die alte Börsenweisheit.

Spätestens am Mittwochnachmittag werde sich der Markt wieder den US-Konjunkturdaten zuwenden und damit den Aussichten für die Wirtschaft sowie die Unternehmensgewinne, warnen Händler. Besser als der Gesamtmarkt schneiden Technologiewerte ab, nachdem Nokia von sehr guten Geschäftsaussichten gesprochen hat.

Siemens gewinnen 4,0 % auf 138,16  Euro, SAP 4,1 % auf 164,45  Euro, Infineon 7,1 % auf 47,89  Euro und Telekom 0,7 % auf 36,25  Euro.

Die Aktien der Telekom hatten allerdings vorübergehend schon deutlich stärker im Plus gelegen und von Spekulationen profitiert, der neue Chef-Regulierer Matthias Kurth könnte als SPD-Mann den Konzern mit seinem immer noch hohen Staatsanteil stärker gegen den Wettbwerb schützen als der bisherige Chef der Regulierungsbehörde.

Deutlich nach oben geht es auch mit den Chemiewerten sowie Thyssen-Krupp und Daimler-Chrysler.

Dagegen liegen Henkel, Degussa, Allianz, Münchener Rück und Linde leicht im Minus. In der zweiten Reihe ziehen Gold-Zack stark an.

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