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Dax tendiert freundlich

Nach seinem Tagestief kurz nach der Eröffnung bei 6 718,55 Punkten stieg der Dax bis auf ein Tageshoch von 6 858,10 Zähler, ehe er dann am Nachmittag nachgab.

ddp FRANKFURT. Der Dax hat am Donnerstag freundlich tendiert. Der Index stieg bis 17.30 Uhr um 36,45 Punkte auf 6.784,67 Zähler. Nach seinem Tagestief kurz nach der Eröffnung bei 6.718,55 Punkten stieg der Dax bis auf ein Tageshoch von 6.858,10 Zähler, ehe er dann am Nachmittag nachgab. Der Euro setzte seine Talfahrt fort. Die Europäische Zentralbank (EZB) stellte den Referenzkurs am Mittag bei 0,8252 US-Dollar fest. Das waren 0,0055 Dollar weniger als am Vortag und gleichzeitig ein neuer Tiefstand. Ein Dollar kostete damit 2,3701 Mark nach 2,3544 Mark am Mittwoch. Auch im Devisenhandel notierte die Gemeinschaftswährung am Donnerstag so niedrig wie nie zuvor. Am Vormittag kostete ein Euro an den europäischen Devisenbörsen 0,8230 US-Dollar. Das waren 0,0038 weniger als am Vortag. Gegenüber der D-Mark verteuerte sich die US-Währung im Handel damit auf 2,3765 DM.

Die Händler waren am Donnerstag zufrieden. "Die Kursgewinne sind eine glasklare Überraschung", sagte ein Marktbeobachter auf Anfrage von ADX. Dies sei bei dem schwachen Euro nicht zu erwarten gewesen und ein Zeichen dafür, dass die "Liquidität aus allen Fugen platzt". Auch die Umsätze seien zum Teil sehr gut gewesen. Dies gelte vor allem für die Deutsche Telekom, Bayer und KarstadtQuelle. Generell seien viel die Werte gehandelt worden, die als sicherer Hafen gelten. Allerdings warnte der Experte: "Wir haben hier ein wackliges Niveau." So könnten die schwachen US-Vorgaben die gute Stimmung schnell beenden.

Die kräftigsten Gewinne verzeichneten Karstadt-Quelle mit einem Zuwachs um 1,41 auf 38,95 Euro (+3,76 Prozent). Preussag legten um 1,29 auf 37,26 Euro zu (+3,59 Prozent). Deutsche Telekom verteuerten sich um 1,10 auf 42,45 Euro (+2,66 Prozent). Verluste verbuchten hingegen Infineon, die 1,50 auf 47,80 Euro abgaben (-3,04 Prozent). ThyssenKrupp verloren 0,34 auf 15,86 Euro (-2,10 Prozent) und Commerzbank 0,34 auf 32,41 Euro (-1,04 Prozent).

Der Rutsch der US-Börsen ins Minus hat am Donnerstag auch den Neuen Markt in die Verlustzone gezogen. Der Nemax 50 stand gegen 17.30 Uhr bei 4 606,21 Punkten. Dies waren 17,53 Zähler weniger als am Mittwoch. Der Index der Schwergewichte am Neuen Markt schwankte zwischen 4 762,16 und 4.546,66 Zählern.

Die Nebenwerte der Frankfurter Wertpapierbörse lagen am Donnerstag leicht im Minus. Der SDax büßte bis 17.35 Uhr 0,97 Punkte auf 3.276,63 Zähler ein, der MDax gab 13,25 Punkte auf 4 839,85 Zähler ab. Sein Tageshoch erreichte der Mid-Cap-Index bei 4 861,05 Punkten, sein Tief bei 4 835,38 Zählern.

Europas Börsen notierten leichter. Der Euro-Stoxx 50 stand gegen 17.40 Uhr bei 4 928,58 Punkten. Dies waren 48,49 Zähler weniger als am Vortag. Das Tageshoch markierten 4 997,58 Punkte, das Tief 4 922,34 Zähler. Gesucht waren vor allem Telekommunikationswerte.

Die Händler am Frankfurter Aktienmarkt bleiben für die weitere Entwicklung skeptisch. Der Ölpreis halte sich bei 32 US-Dollar je Barrel und vom Euro drohten weitere Attacken, sagte ein Marktbeobachter auf Anfrage von ADX. Der Euro werde bis zur US-Präsidentschaftswahl am 7. November «dahinsiechen». Danach sei der Weg für eine abgestimmte Intervention frei. Dies könnte auch den Aktienmärkten zu einem Aufwärtsdreh verhelfen.

Kurzfristig dürfte das derzeitige Niveau jedoch nicht zu halten sein, schätzte der Händler. «Ich hoffe auf einen nur geringen Rückgang bis 6 700 Punkte.» Sollte die Marke brechen, könnte es zu kräftigeren Verlusten kommen.

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