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Dax und Nemax im Kielwasser der US-Börsen

Unter dem Einfluss schwächerer US-Börsen haben die deutschen Aktien im Dax im späten Handel am Donnerstag einen Teil ihrer Mittagsgewinne wieder abgegeben.

bdt0686 3 wi 431 dpa 0631 dpa FRANKFURT. - Unter dem Einfluss schwächerer US-Börsen haben die deutschen Aktien im DAX im späten Handel am Donnerstag einen Teil ihrer Mittagsgewinne wieder abgegeben. Das Börsenbarometer Dax stand zuletzt mit 0,69 % im Plus bei 6 794,58 Punkten.

Nach einer leichteren Eröffnung am Morgen konnte sich der Index vorübergehend von der Wall Street abkoppeln und abschließend deutlich ins Plus drehen. "Dem Abwärtstrend in den USA können wir uns jedoch nicht entziehen", erklärte Wolfgang Kuhl, Aktienhändler bei der BfG- Bank.

Der Nemax 50 (Performance-Index) der wichtigsten Unternehmen des Wachstumssegments unterbrach seine Aufwärtsbewegung und notierte zuletzt um 0,32 % leichter bei 4 609,03 Punkten. Die 70 mittelgroßen Werte im MDax fielen geringfügig um 0,24 % auf 4 841,47 Punkte.

Die Telekom-Aktie war mit plus 3,12 % auf 42,64 Euro neben dem Touristik-Konzern Preussag, der um 4,67 Prozent auf 37,65 Euro kletterte, in der Dax-Spitzengruppe. "Es gibt Gerüchte im Markt, dass die großen Konsortialbanken den Kurs der T-Aktie stützen", erklärte Wolfgang Kuhl, Händler der BfG-Bank. Zudem stünden kommende Woche Unternehmenszahlen bei den Bonnern an, fügte Theo Kitz, Analyst bei Merck Finck & Co in München hinzu.

Mit RWE und Eon lagen erneut Versorgeraktien in der Pluszone: Händler nannten den Konzentrationsprozess in der Branche und ein nahendes Ende des Strompreisverfalls als Begründung. Bereits am Vortag hätten Versorgertitel sowie Chemie- und Pharmawerte zu den gesuchten Branchen im Dax gehört. Der Essener RWE-Konzern habe mit der Übernahme von Thames Water bereits einen großen Schritt bei der strategischen Neuausrichtung vollzogen, hieß es in einem Handelssaal. RWE verteuerten sich um 3,36 % auf 46,50 Euro, während Eon um 1,73 % auf 60,49 Euro zulegte.

Nach anfänglichen Kursverlusten nach Vorlage der Neun-Monatszahlen drehte die Aktie der HypoVereinsbank zuletzt mit plus 1,27 % auf 64,00 Euro in die Gewinnerzone im Dax. Die Daimler-Chrysler-Aktie verlor nach Vorlage der Unternehmenszahlen zuletzt um 0,53 % auf 52,30 Euro. Der Konzern hatte am Mittag einen Einbruch beim Betriebsgewinn durch die Ertragseinbußen im US-Geschäft im dritten Quartal bekannt gegeben.

In den USA tendierten die beiden Börsenindizes zuletzt leichter. Der Industriewerte-Index Dow Jones verlor 0,18 % auf 10 308,35 Punkte, während die Technologiebörse Nasdaq bei 3 162,87 Punkten um 2,07 % schwächer war. Die Börsen in Paris und London zeigten sich schwächer. Auch der EuroStoxx50-Index der 50 wichtigsten Unternehmen im Euroland verlor zuletzt um 0,1 Prozent auf 4 929,09 Zähler.

Der Rentenmarkt tendierte fester. Der Bund-Future zehnjähriger Staatsanleihen stieg um 0,1 Prozent auf 105,40 Punkte. Der Rentenindex Rex verharrte bei 110,13 Zählern. Die Deutsche Bundesbank stellte die Umlaufrendite bei 5,27 % fest (Mittwoch: 5,24 Prozent).

Der Euro setzte seine Rekord-Talfahrt fort. Die Europäische Zentralbank setzte den Euro-Referenzkurs mit 0,8252 (0,8307) $ so niedrig fest wie noch nie. Der Dollar kostete damit 2,3701 (2,3544) DM. Zuletzt wechselte der Euro zu 0,8279 $ den Besitzer. Der US-Dollar wurde bei 2,3628 DM gehandelt.

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