Dax zeitweilig unter 6 000 Punkten
Verluste zum Hexensabbat

Der Dax ist am Freitag vor dem dreifachen Verfallstermin, dem so genannten "Hexensabbat", zeitweilig unter die 6 000er Marke gefallen. Der Nemax 50 unterschritt die 1 500 Punkte-Marke.

dpa-afx FRANKFURT. Betrübliche Vorgaben aus New York, eine Gewinnwarnung des Elektronikkonzerns Philips und Gerüchte um eine weitere Warnung von Netzwerkausrüster Cisco belasten die Börsen.

Am Mittag stand der Dax bei 6 013,20 Punkten - ein Abschlag von 0,30 %. Der Nemax 50 notierte 1,21 % unter Vortagesniveau auf 1 500,85 Punkten. Am Morgen war der Index bis auf 1 488,85 Zähler abgerutscht. Gegen den Trend stiegen die 70 mittleren Werte: Der MDax gewann 0,27 % auf 4 745,12 Zähler.

Zum dreifachen Verfallstermin von Futures und Optionen auf den Dax und Optionen auf Aktien schwankten die Titel stark, sagte ein Händler. Die Stimmung an den Märkten habe sich in den vergangenen Tagen spürbar verschlechtert und die Unsicherheit über die künftige Entwicklung der Wirtschaft und der Unternehmensgewinne steige wieder. Bis zur Eröffnung der New Yorker Börse dürfte der Dax vorläufig sein Tagestief von 5 977,38 Punkten gesehen haben, sagte ein anderer Börsianer. Wenn die Wall Street anfange zu handeln, komme wahrscheinlich wieder mehr Bewegung ins Geschäft.

Technologiewerte im Minus

In den USA hatten die Aktienmärkte tief im Minus geschlossen und zogen damit die deutschen Titel mit sich: Schwache Konjunkturdaten, Zweifel, ob die Fusion zwischen General Electric (GE) und Honeywell gelingen wird, eine Umsatzwarnung des Glasfaser-Unternehmens JDS Uniphase Corp und zurückgenommene Gewinnprognosen für den Glasfaserhersteller Corning hatten die Kurse an der Wall Street gedrückt.

Im Sog der Wall Street und der Gewinnwarnung von Philips standen vor allem Technologiewerte auf den Verkaufslisten: Siemens notierten mit einem Abschlag von 2,51 % bei 76,65 Euro am schwächsten. Goldman Sachs belässt SAP auf der Empfehlungsliste. Die Aktie profitierte weder davon noch von der erneuten "Buy"-Empfehlung von Lehman Brothers und fiel um 2,34 % auf 155,77 Euro.

Relativ unbeeindruckt vom schwachen Technologie-Sektor präsentierte sich die T-Aktie. Die Deutsche Telekom werde im Zuge der Aufwertung im Dax, die ab dem kommenden Montag gelte, weiter gekauft, sagte ein Händler. Außerdem bestätigte Goldman Sachs die Aktie als "Market Outperformer". Das Papier stand mit einem Gewinn von 2,64 % auf 24,90 Euro damit an der Dax-Spitze.

Die Analysten von Lehman erhöhten das Kursziel für die Münchener Rück von 317 auf 352 Euro. Das Papier des Versicherers gab dennoch um 0,43 % 323,00 Euro nach, während Allianz Gewinne von 0,13 % auf 343,45 Euro verbuchten.

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