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Dax zum Start etwas schwächer

Etwas schwächer starten die deutschen Aktien in den Donnerstag. Bis gegen 9.22 Uhr verliert der Dax 0,6 % bzw. 38,92 auf 6 209,84 Punkte.

vwd/rtr FRANKFURT. Besonders bei Technologie- und Bankaktien gebe es keinen Anlass für Käufe bei steigenden Kursen, erklären Händler die weiterhin angeschlagene Stimmung.

Stattdessen seien Finanzamt-orientierte Verkäufe zu erwarten, um Verluste gegen Gewinne aus dem ersten Quartal aufzurechnen. Daneben würden auch fundamental die belastenden Faktoren überwiegen. "Mit AT&T und Palm geht der Horror weiter", so ein Beobachter am Morgen. Der US-Telekomkonzern AT&T hat seine Umsatz- und Ergebnisprognosen für das vierte Quartal herunter geschraubt. Beide Werte sind nachbörslich stark gefallen.

Zwar hat Palm die Prognosen für das Quartalsergebnis sogar geschlagen, anscheinend habe aber eine Analystenkonferenz ein negatives Echo ausgelöst. AT&T haben angekündigt, ihre Dividende stark senken zu wollen.

Auf einen günstigen Bericht zu SAP verweisen Marktteilnehmer. Die "Financial Times Deutschland" schreibt, zu Oracle abgewanderte Großkunden kehrten nun zu SAP zurück. Das sei für SAP positiv, so Händler. In dem technisch orientierten Aktienmarkt sei es aber fraglich, ob der Bericht den Kurs stützen kann. SAP gewinnen jedoch 1 % auf 145,90 Euro.

Auf Stützungskäufen von Großbanken bei der T-Aktie setzen Händler am Morgen. Zwar seien die Vorlagen von AT&T katastrophal, heißt es. Auch technisch habe sich das Bild mit dem Schluss auf Jahrestief deutlich eingetrübt. Andererseits sei der Deal mit Voice Stream bei einem Kursrückgang unter 33 Euro gefährdet. Da dürften viele Finanzhäuser versuchen, den Aktienkurs von diesem Niveau fernzuhalten, um die Transaktion nicht zu gefährden. Die T-Aktie notiert aktuelle mit Minus zwei Prozent bei 34,29 Euro.

Als positiv für Infineon und Siemens sehen Beobachter den Ausbau der Allianz mit Toshiba. Die gemeinsame Chip-Entwicklung für den Handy-Markt sei für Infineon vorteilhaft, auch eine Überkreuzbeteiligung zwischen Toshiba und Siemens mache Sinn. Eine kurzfristige Stütze für die Aktienkurse sei allerdings nicht zu erwarten, da stattdessen zunächst die schlechten Aussichten im Handy-Bereich die Stimmung belasten könnten, so Händler. Infineon verlieren 0,7 % auf 40,90 Euro. Dagegen notieren Siemens unverändert bei glatt 130 Euro.

Auf der Verliererseite stehen daneben die Versicherungen. Bei den Banken geben dagegen lediglich Deutsche Bank 0,7 % auf 83,75 Euro ab. Im Plus liegen auch FMC, Henkel, RWE, Epcos und Degussa-Hüls.



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