DDVG erwartet deutlichen Ergebniseinbruch
SPD-Medienholding will Beteiligungen nicht verkaufen

Die deutschen Großverlage haben keine Chance, sich Beteiligungen der SPD an deutschen Regionalzeitungen einzuverleiben. "Wir sind nicht bereit, uns von Gesellschaftsanteilen an Regionalzeitungsverlagen zu trennen", erklärte Inge Wettig-Danielmeier, Generaltreuhänderin der Deutschen Druck- und Verlagsgesellschaft mbH (DDVG) in Hamburg.

lip HAMBURG. Die zur SPD gehörende Medienholding ist an verschiedenen Verlagshäusern beteiligt, die unter anderem bedeutende Regionalzeitungen wie die "Neue Westfälische", "Sächsische Zeitung", "Neue Presse Coburg" oder "Freies Wort" herausgeben.

Damit erteilt Wettig-Danielmeier der Essener WAZ-Gruppe sowie dem Berliner Axel Springer Verlag, die ihre Expansion auf dem deutschen Markt für Regionalzeitung fortsetzen wollen, eine eindeutige Absage.

Die beiden Printverlage hatten erst vor kurzem mehrfach bekundet, dass sie an Zukäufen bei verschiedenen Regionalblättern interessiert seien. So hatte Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner im vergangenen Jahr mit Vertretern der Bundesregierung gesprochen, die kartellrechtlichen Hürden zu lockern.

Die DDVG hat hingegen 2001 ihr Beteiligungsportfolio ausgeweitet. Die Medienholding hat sich mit 50,1 % an der Monatszeitschrift "Öko-Test" mit einer Auflage von 160 000 Exemplaren beteiligt. Die restlichen Anteile an der Verlagsgesellschaft von "Öko-Test", für die ursprünglich ein Börsengang vorgesehen war, werden von Kleinaktionären gehalten.

Die Flaute auf dem Anzeigenmarkt - insbesondere dem Stellenmarkt - hat im Ergebnis der DDVG 2001 negative Spuren hinterlassen. So rechnet Verlagsgeschäftsführer Gerd Walter mit einem deutlichen Einbruch. "Bei einigen unsere Beteiligungen ist das Ergebnis voraussichtlich um 20 bis 30 % zurückgegangen", erklärt Walter. Er könne aber das Ergebnis für 2001 noch nicht beziffern, da die Medienhäuser ihre Bilanzzahlen noch nicht vorgelegt hätten.

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