DEAG dementiert Liquiditätsengpässe
Schwergewichte halten den Neuen Markt im Plus

Trotz der jüngsten Skandale ist die Stimmung am Neuen Markt in dieser Woche wieder besser geworden. Einen Tag mit stabilen Kursen, einen deutlich im Plus und am Mittwoch wieder stabil. Der Nemax 50 notierte am Abend 0,2 Prozent im Plus bei 952 Punkten, der Nemax gerät knapp ins Minus mit 0,82 Prozent.

FRANKFURT/M. Ist der Ruf erst ruiniert, lebt?s sich doppelt ungeniert. Frei nach diesem Motto präsentierte sich der Neue Markt mit leichten Zuwächsen, allen Unkenrufen und den jüngsten Skandalen um Phenomedia, Comroad und Ceyoniq zum Trotz.

Überproportional zulegen konnten die im Nemax 50 vertretenen Schwergewichte, unter denen die US-Softwareschmiede Broadvision die Nase vorne hatte. Die auch an der US-Börse Nasdaq notierte Aktie zog bis zum Abend um knapp 1,84 % auf 1,66 Euro an. Die Papiere ihrer ostdeutschen Konkurrentin Intershop notierten dagegen mit 0,01 Euro knapp 0,76 % im Minus. Da beide Unternehmen eine Software für den E-Commerce liefern, werden sie bei der Unterteilung nach Branchen nicht etwa dem Software-, sondern dem Internet-Index zugerechnet.

Letzterer verzeichnete das größte Plus, was auch an der guten Nachfrage nach der Aktie der Telekom-Tochter T-Online lag. Das Papier, das mit einer Marktkapitalisierung von derzeit 2,2 Mrd. Euro zu den wenigen ganz Großen des Wachstumssegment zählt, verteuerte sich bis zum Abend um 0,32 % auf 12,55 Euro.

Auch die seit Anfang April deutlich im Wert dezimierte Aixtron-Aktie fand wieder Käufer. Nach dem gestrigen Plus von 4,3 % auf 18,98 Euro beträgt der Kurszuwachs der vergangenen beiden Börsentage bereits wieder gut 12 %. Singulus (+ 1,5 %) und vor allem Süss Microtec (+ 5,69 %) standen ebenfalls auf der Gewinnerliste im Nemax 50.

Bei Thiel setzte sich die Achterbahnfahrt fort. Erneut wurden mit der Aktie, wie schon an einigen der vorangegangenen Tage, die höchsten Umsatzvolumina erzielt. Doch nach einer kurzen Erholungsphase ging es zur Wochenmitte wieder einmal bergab. Der Wert gab 4,48 % auf 12,80 Euro nach. Zumindest unterhalb von 13 Euro scheinen sich immer wieder Käufer für das Papier zu finden.

Auf ein neues historisches Tief stürzte gestern die DEAG-Aktie. Gerüchte, das Unternehmen habe Liquiditätsprobleme, dementierte der Vorstand zwar, doch auch das verhinderte den Absturz um 26,08 % auf 3,94 Euro nicht. Aufgeheizt wurde die Gerüchteküche durch die Probleme bei der Tochter Stella und den Insolvenzantrag des Online-Ticketanbieter Qivive, an dem die Deag neben Axel Springer und der Lufthansa beteiligt ist. Nach Angaben des Vorstandes verfügt die Deag aber mit rund 37 Millionen Euro liquiden Mitteln über genügend finanzielle Substanz, diese Probleme zu meistern.

Medientitel gehörten auch ansonsten gestern zu den größten Verlierern. Im Nemax 50 gaben Senator 6,25 % nach, IM Internationalmedia verloren 9,4 % und Highlight schließlich 4,11 %. Deutlich unter Druck war auch die Inmotion-Aktie, die 20,8 % einbüßte. Absetzen von dieser Negativtendenz konnte sich dagegen EM.TV (+ 6,4 %).

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