Deal mit Ford
Rückkehr zu Jordan immer wahrscheinlicher

Die Anzeichen für eine Rückkehr von Heinz-Harald Frentzen zum Jordan-Team in der kommenden Saison verdichten sich. Die Deutsche Post, der Hauptsponsor des Formel-1-Rennstalls, will aus Marketinggründen angeblich wieder einen deutschen Piloten.

HB STUTTGART. Das Fachmagazin "auto motor und sport" meldet in seiner am Mittwoch erscheinenden Ausgabe, dass Ford nach drei Jahren Pause über ein Comeback in der Formel 1 nachdenkt. Möglicher Partner wäre Jordan, wobei die Finanzierung der Motoren noch offen sei.

"Im Augenblick gibt es bei uns nichts Neues. Wir sind in einer Stand-by-Situation", sagte ein Frentzen-Berater zu den neuesten Meldungen. Der 35 Jahre alte Mönchengladbacher steht bei Arrows unter Vertrag. Ob das mit angeblich 100 Millionen Dollar verschuldete Team an diesem Wochendende beim Großen Preis von Deutschland in Hockenheim antritt oder wie zuletzt in Frankreich wieder nur ein paar Pseudo-Runden im Training fährt, ist derzeit noch offen.

"Möglicherweise steigt die Deutsche Post als Hauptsponsor von Jordan in den Motoren-Deal mit ein", schreibt das Magazin. Vorstellbar wäre, dass Ford seine Waren künftig über die Post-Töchter DHL oder Danzas verschicken und die Post bei dem amerikanischen Unternehmen Autos kaufen könnte.

Ein Indiz für Frentzens Rückkehr zu den "Gelben" war deren Angebot auf Initiative der Deutschen Post, der Mönchengladbacher solle beim Großen Preis von Frankreich für sie fahren. Der Arrows-Pilot hatte sich nicht für das Rennen in Magny-Cours qualifiziert und sollte bei Jordan-Honda den verunglückten Giancarlo Fisichella ersetzen. Seine Anwälte hatten Frentzen von diesem begrenzten Cockpit-Wechsel abgeraten, um finanzielle Ansprüche gegenüber Arrows nicht aufs Spiel zu setzen.

Frentzen fuhr von 1999 bis Mitte Juli 2001 schon einmal für Jordan und holte dort zwei seiner drei Grand-Prix-Siege. Vor dem Großen Preis von Deutschland hatte ihn Eddie Jordan dann entlassen. Inzwischen hat der Teamchef durchblicken lassen, dies sei eine unglückliche Entscheidung gewesen. Der Rheinländer streitet derzeit vor Gericht um etwa sieben Millionen Dollar Abfindung bzw. Gehalt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%