DEB-Kapitän wehrt sich gegen Kritik
„Wir haben keinen Schritt zurück gemacht“

Stefan Ustorf wehrt sich dagegen, das deutsche Eishockey nach dem enttäuschenden Zwischenrunden-Aus schlechter zu machen als es seiner Meinung nach ist. Der Kapitän der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft räumt im Interview aber auch Probleme ein.

Die Mannschaft hat erstmals seit drei Weltmeisterschaften und den Olympischen Spielen wieder ein Viertelfinale verpasst. War es für Sie ein verlorener Monat?

Absolut nicht. Wir haben bis zur letzten Sekunde gegen die Schweiz die Chance gehabt, ins Viertelfinale zu kommen. Auch in diese Position muss man sich erst einmal bringen. Die anderen Nationen schlafen ja nicht und entwickeln sich. Die Realität ist, dass man jedes Mal eine Topleistung abrufen und das Quäntchen Glück haben muss.

Ist nach den Erfolgen in den vergangenen Jahren das vorzeitige Aus nicht ein Rückschritt?

Wir haben keinen Schritt zurück gemacht und auch keine schlechte Stimmung in der Mannschaft. Wir haben dieses eine, entscheidende Spiel diesmal nicht gewonnen, und das tut sehr, sehr weh. Wir haben vorher vier gute Spiele und ein schlechtes gegen Kanada gemacht. Und bloß weil wir 1:0 verloren haben, ist die gesamte Jugendarbeit in Deutschland über Nacht nicht schlechter geworden.

Was war aus Ihrer Sicht der entscheidende Grund dafür, dass diesmal nicht der Sprung unter die letzten Acht gelang?

Unser Überzahlspiel war nicht existent, es war erbärmlich. Das war das Riesenproblem über das gesamte Turnier. Du musst bei der WM Tore in Überzahl machen. Vielleicht haben wir das Powerplay nicht ganz so viel trainiert.

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