DEB-Team muss gegen Österreich lange zittern
Kölzig hält deutschen Sieg fest

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft steuert bei der WM in Tschechien zum vierten Mal in Folge das Viertelfinale an. Im ersten Spiel der Zwischenrunde setzte sich das Team von Bundestrainer Hans Zach mit 3:1 (1:0, 1:0, 1:1) gegen Österreich durch und kletterte in der Gruppe E mit drei Punkten auf den dritten Platz.

HB PRAG. Die Österreicher, die durch ein 2:2 gegen Kanada für die bislang größte Überraschung des Turniers gesorgt hatten, schafften es erneut nicht, erstmals seit 1934 bei einem großen Turnier den Nachbarn zu bezwingen, nachdem es schon im Vorjahr in Finnland einen deutschen 5:1-Erfolg gegeben hatte.

Aus den beiden ausstehenden Partien am Sonntag (20.15 Uhr) gegen Titelverteidiger Kanada und am Dienstag (16.15 Uhr/live im Eishockey-Ticker bei Handelsblatt.com) gegen die Schweiz benötigt die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) allerdings noch mindestens einen Zähler, um in die Runde der letzten Acht einzuziehen.

Russland-Legionär Jan Benda (17.) mit seinem zweiten WM-Treffer und Daniel Kreutzer (33.) schossen die Tore zum insgesamt zweiten Erfolg in Tschechien. Thomas Koch (52.) ließ das DEB-Team am Ende zwar noch zittern. Kapitän Stefan Ustorf machte 28 Sekunden vor Schluss mit seinem Treffer ins leere Tor den Sieg perfekt.

Im ersten Spiel des Tages hatten sich Lettland und die Schweiz 1:1 (0:0, 0:0, 1:1) getrennt und damit jeweils ihren zweiten Punkt geholt, aber auch die Ausgangsposition für das DEB-Team verbessert. Gastgeber Tschechien mit sechs und Titelverteidiger Kanada mit fünf Zählern haben den Sprung ins Viertelfinale schon geschafft. Die Kanadier sind am Sonntag (20.15 Uhr/DSF) nächster deutscher Gegner, gegen die Schweiz geht es am Dienstag (16.15 Uhr/DSF).

Den Sieg hielt NHL-Star Olaf Kölzig fest. Der 34 Jahre alte Schlussmann der Washington Capitals, der nach seiner Pause beim 1:5 gegen Tschechien wieder ins Tor zurückgekehrt war, war in seinem insgesamt siebten WM-Spiel der große Rückhalt. "Es ist die WM-Phase, wo es eine Nervengeschichte ist", hatte Zach gemutmaßt - und behielt Recht. Denn was die 8000 Zuschauer in der Sazka-Arena in Prag im ersten Drittel sahen, hatte mit hochklassigem Eishockey wenig zu tun. Stockfehler und Fehlpässe prägten das Spiel. Bei den Zach-Schützlingen flatterten trotz zuletzt drei Testspielsegen gegen Österreich die Nerven noch ein wenig mehr als beim Gegner. Den Österreichern schien zudem, wie von Teamchef Herbert Pöck befürchtet, ein wenig die Kraft zu fehlen.

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