Debitel hatte geklagt
Telekom muss "Letzte Meile" für Wettbewerber öffnen

Die Deutsche Telekom muss ihr faktisches Monopol im Bereich der Ortsnetzverbindungen aufgeben. Das hat das Oberverwaltungsgericht Münster entschieden.

ddp/dpa/afp MÜNSTER. Die Richter ordneten an, dass die Telekom ihre Ortsnetze zumindest vorläufig deutlich stärker für Wettbewerber öffnen muss. Das Gericht lehnte damit wie zuvor bereits das Verwaltungsgericht Köln die Beschwerde des Ortsnetzmonopolisten gegen einen im März erlasse Entscheidung ab. Als Konsequenz aus dem Beschluss werden nun sinkende Preise erwartet.

Das Telefonunternehmen Debitel hatte über die Regulierungsbehörde versucht, Zugang zur "letzten Meile" der Telefonnetze zu den Endkunden zu bekommen. Die Telekom nutze ihr Ortsnetz-Monopol wettbewerbswidrig aus und hindere Konkurrenten am Markteinritt, ahtte Debitel argumentiert. Das Bonner Amt hatte daraufhin die Telekom verpflichtet, der Debitel ein entsprechendes Angebot vorzulegen. Dagegen war die Telekom vor Gericht gezogen. Ein Sprecher der RegTP nannte die Gerichtsentscheidung "einen gewichtigen Beitrag" zum Wettbewerb im Ortsnetz.

Die Richter verpflichteten den Telefonkonzern, ein Reseller-Angebot zu schaffen, das Konkurrenten den Zugang zur "Letzten Meile", also der Telefonleitung bis in die Wohnung des Kunden, ermöglicht. Damit können die Wettbewerber schnell ein flächendeckendes Ortsnetzangebot entwickeln, ohne - wie bisher - in eigene Infrastruktur investieren zu müssen. Telekom-Kunden könnten dann mit ihrem Telefonanschluss auch für Ortsgespräche zu anderen Anbietern wechseln.

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