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Debitel macht im Ausland erstmals Gewinn

Der Telekom-Dienstleister Debitel hat im vergangenen Jahr zum ersten Mal auch im Ausland schwarze Zahlen geschrieben und Einbußen in Deutschland damit mehr als wettgemacht.

Reuters STUTTGART. Der Umsatz sei im vergangenen Jahr um drei Prozent auf 2,5 Milliarden Euro zurückgegangen, teilte Debitel am Dienstag in Stuttgart mit. Das Konzernergebnis sei jedoch um 20 Prozent auf 48 Millionen Euro gewachsen. Alle vier Auslands-Töchter hätten schwarze Zahlen geschrieben und fünf (2000: minus elf) Millionen Euro zum operativen Ergebnis beigetragen. Im Mobilfunkgeschäft in Deutschland seien der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) um acht und der Umsatz um 15 Prozent geschrumpft. Debitel, die zur schweizerischen Swisscom gehört, ist hinter T-Mobile und D2 Vodafone drittgrößter Mobilfunkanbieter in Deutschland und der größte ohne eigenes Netz.

Für 2002 erwarte Debitel nach dem Abflauen des Prepaid-Booms aber allenfalls stagnierende Kundenzahlen, da inaktive Nummern nach 15 Monaten abgeschaltet würden. 69 Prozent der Kunden seien zurzeit Prepaid-Kunden. Ende 2001 habe Debitel in Europa mehr als zehn (8,61) Millionen Kunden gehabt. In Deutschland waren es 7,2 (5,99) Millionen Mobilfunkteilnehmer, 250.000 Festnetz- und 150.000 Internet-Kunden. Der Marktanteil solle bei 14 Prozent gehalten werden.

Debitel wolle sein Augenmerk 2002 auf die Kundenbindung legen und weiter in sein Vertriebsnetz investieren, hieß es. Die Muttergesellschaft Swisscom erwartet 2002 einen stagnierenden operativen Gewinn. 2001 hatte sie das Ergebnis um 57 Prozent auf 4,96 Milliarden Schweizer Franken und den Umsatz um 0,8 Prozent auf 14,17 Milliarden Franken ausgebaut.

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