Deckungssumme von 140 Millionen
Hamburg-Mannheimer versichert WM 2006

Unfall-, Rechtsschutz, Stadionsachversicherung: Das Turnier in Deutschland wird zum größten Versicherungsfall der Sportgeschichte.

dpa HAMBURG. Die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland wird zum größten Versicherungsfall der Sportgeschichte - und dabei in erster Linie von der "Hamburg-Mannheimer" abgedeckt. Das WM-Organisationskomitee um ihren Vorsitzenden Franz Beckenbauer präsentierte am Dienstag in Hamburg das zur Ergo-Versicherungsgruppe gehörende Unternehmen als zweiten von maximal sechs nationalen Förderern für die Titelkämpfe in vier Jahren. Damit hat die "Hamburg- Mannheimer" das Recht, in allen Versicherungs-Fragen rund um die Weltmeisterschaft das letzte Gebot abzugeben.

Allein die bereits abgeschlossene Ausrichter- Haftpflichtversicherung für das WM-OK hat eine Deckungssumme von 140 Mill. ?. Neben weiteren Formen der Absicherung - von der Unfall- und Rechtsschutz- bis zur Stadionsachversicherung - verhandelt das Unternehmen auch mit dem Weltverband Fifa über eine Police für den WM-Totalausfall. Diese wird noch deutlich über dem Volumen der WM 2002 liegen, als die Fifa für eine Deckungssumme von knapp einer Milliarde Euro rund 18,5 Mill. ? an das US- Unternehmen National Indemnity Company überwies.

"Das Thema Versicherung ist für jeden Veranstalter sportlicher Großereignisse eine immense Herausforderung", sagte OK-Chef Franz Beckenbauer, der es wissen muss. Schließlich musste der "Kaiser" Anfang der 60er Jahre erst eine Ausbildung zum Versicherungskaufmann abgeschließen, ehe er sich voll und ganz dem Fußball widmen durfte.

"Dass mit Hamburg-Mannheimer ein weiteres renommiertes Unternehmen für die WM an Bord kommt, dokumentiert erneut, wie stark der Anlass auch von der deutschen Wirtschaft mitgetragen wird", kommentierte Fifa-Präsident Joseph Blatter den Vertragsabschluss. In der Tat sind sowohl FIFA als auch das deutsche WM-OK bei der Sponsoren-Suche trotz anhaltender Wirtschaftsflaute und Börsenkrise erstaunlich weit.

Die Fifa hat bereits 13 von 15 internationale Sponsorenpakete, die im Schnitt rund 26 Mill. ? einbringen, so gut wie abgesetzt. Etwa zehn bis 15 Mill. ? dürfte jedes der sechs nationalen Sponsoren-Pakete dem deutschen WM-OK einbringen. Mit der "Hamburg- Mannheimer" und dem Energiekonzern "EnBW" sind zwei Förderer bereits gefunden. Zwei weitere Geldgeber, die allerdings nicht im gleichen Geschäftsbereich wie die Fifa-Sponsoren tätig sein dürfen, will Marketing-Chef Fedor Radmann noch in diesem Jahr präsentieren: "Es gibt einige ernsthafte Interessenten."

Spätestens Mitte 2003 will Radmann "alles unter Dach und Fach" haben. Erst dann wird das WM-OK seinen Gesamtetat veröffentlichen und die Preisstruktur für die insgesamt 3,2 Mill. Eintrittskarten festlegen. Je höher die Einnahmen aus anderen Quellen, desto moderater werden die Eintrittspreise ausfallen, betonte OK- Vizepräsident Horst R. Schmidt: "Übergeordnetes Ziel für uns ist, ein ausgeglichenes Budget mit einer schwarzen Null zu erreichen."

Frühestens in zwei Jahren, wohl eher aber erst im Laufe des Jahres 2005 wird der Kartenverkauf für das größte Sportereignis auf deutschem Boden starten. Bis dahin sollen die Fans visuell bei Laune gehalten werden. Fertig ist ein ein Fernseh-Spot, in dem von Michael Schumacher bis Claudia Schiffer namhafte Persönlichkeiten für das Ereignis werben. Und am 19. November soll einen Tag vor dem Klassiker zwischen Deutschland und den Niederlanden in der Arena "Auf Schalke" das WM-Logo enthüllt werden.

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