Defensiv gemanagte Mischfonds
Fonds setzen auf Anleihen und Geldmarkt

Die Fondsmanager defensiver Mischfonds sind für die Aussichten von Aktien gespalten. Während die Schweizer Union-Bancaire-Privée Aktien untergewichtet, hält der OP-Invest CHF B sogar einen höheren Aktienanteil als im Durchschnitt.

HB/vwd FRANKFURT/M. Solange keine Ruhe an den Börsen einkehre, bleibe er bei seiner Strategie, Aktien unterzugewichten, sagt Pierre Schick von der Schweizer Investmentgesellschaft der Union-Bancaire-Privée. Außerdem setze er in erster Linie auf Titel mit defensivem Charakter, wie zum Beispiel ING, Wal-Mart oder Novartis. "Trotz leichter Verbesserung der globalen Konjunktur sind die Unternehmensgewinne in den USA und Europa schwach."

Auch die Bilanzierungsproblematik und die internationale politische Entwicklung böten Anlass zur Sorge. Schick ist verantwortlich für den UBAM - Conservative Portfolio (CHF) A, der in den vergangenen zwölf Monaten per Ende April einen Wertzuwachs von 5,28 % erzielte. Mit diesem Ergebnis kommt er auf Platz vier unter 98 defensiv gemanagten Mischfonds. "Defensiv" heißt hier, dass die Fonds zwar in Anleihen und Aktien investieren, der Schwerpunkt aber in der Regel bei den Anleihen liegt.

Der UBAM - Conservative Portfolio (CHF) etwa darf laut Schick höchstens 15 % seiner Mittel in Aktien anlegen. Die tatsächliche Quote liege aber bei 4 %. Hingegen steckten 48 % in Geldmarktinstrumenten, und 38 % in Anleihen. In den vergangenen Wochen habe er den Rentenanteil zu Gunsten von Geldmarktinstrumenten gesenkt und die durchschnittliche Laufzeitenstruktur der Anleihen in seinem Portfolio verkürzt. Er werde sie weiter verkürzen, da er einen Anstieg der Kurzfristzinsen in den kommenden sechs Monaten erwarte.

Der OP-Invest CHF B liegt einen Platz hinter dem UBAM-Fonds. Dieser erzielte in den zurückliegenden zwölf Monaten ein Plus von 5,18 %. Wie beim UBAM - Conservative Portfolio (CHF) handelt es sich um einen Fonds, der stark in Schweizer-Franken-Wertpapiere investiert. Gerade diese Anlageausrichtung habe in den vergangenen Monaten wesentlich zur Wertentwicklung des Fonds beigetragen, weil die Schweizer Landeswährung gegenüber dem Euro zugelegt hat, sagt Fondsberater Adrian Scherer. Auf der Rentenseite fänden sich ausschließlich Schweizer-Franken-Titel. Der Aktienanteil, der im Normalfall zwischen 10 und 30 % schwanke, sei dagegen international diversifiziert. Momentan liegt er bei 22 % und ist damit leicht übergewichtet. Der Rentenanteil liegt bei 78 %.

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