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Defensive Aktien hui, Wachstumswerte pfui

Nach drei Tagen in der Gewinnzone musste der Nasdaq Index wieder Punkte abgeben. Er konnte die zahlreichen Gewinnwarnungen, die seit Mittwochabend den Markt überschwemmten, nicht mehr verkraften. Internetaktien, Kommunikationsausrüstungs-Werte und Hard- und Softwareaktien verloren auf breiter Front. Besonders schwer lasteten Microsoft, Sun Microsystems und Cisco Systems auf den Nasdaq Index. Der Dow Jones konnte seine Rally vom Mittwoch fortsetzen.

Als besonders stark stellten sich Konsumartikelhersteller heraus. 3M, Johnson&Johnson und Procter&Gamble standen auf der Gewinnerliste. Anleger hoffen, dass diese Unternehmen auch in einer nachlassenden Wirtschaft solide Gewinne erzielen können. Merrill Lynch griff der Branche unter die Arme. Es sei sehr wahrscheinlich, dass ein Unternehmen, welches 50.000 Produkte herstellt, seine Gewinnprognosen einhalten kann.



Yahoo

Aktien erreichten heute ihr Zweieinhalb-Jahrestief. Das Internetunternehmen verlor 16 Prozent an Marktwert. Auslöser für die Verkäufe war eine Gewinnwarnung, die das Management am Vortag ausgesprochen hatte. Für das laufende erste Quartal rechnet Yahoo nur noch mit dem Break Even. Analysten hatten einen Gewinn von fünf Cents pro Aktie erwartet. Ein Einbruch der Werbeeinnahmen wird voraussichtlich die Umsätze und Gewinne drastisch verringern.



Auch CNET Networks kann seine Prognosen nicht einhalten. Wie Yahoo machen dem Internetnachrichtensender nachlassende Werbeeinnahmen zu schaffen. CNETs Aktien und die Kurse von AOL und der Internetwerbeagentur DoubleClick fallen. Mit in die Tiefe ging es auch für DoubleClick, der größten Internet-Werbeagentur.



Schlechte Stimmung verbreitete Salomon Smith Barney unter den Firmen die Speicherlösungen anbieten. Das Analystenhaus senkte die Einstufungen für mehrere Unternehmen mit folgenden Resultaten: Brocade Communications verlor 11,9 Prozent, EMC 6,7 Prozent und Network Appliance 10,7 Prozent.



Dem Einzelhandel halfen dagegen gute Ergebnisse. Kmart, Target, J.C. Penny und Wal-Mart haben Verkaufszahlen für Februar gemeldet. Bei den meisten Einzelhändler sind die Ergebnisse besser ausgefallen als erwartet. In die Höhe schießen konnte die Aktie von Best Buy. Die größte Elektronik-Kette in den USA bestätigte seine Prognosen, da insbesondere die Verkäuf für DVD-Rekorder, Digitalkameras und Mobiltelefone gestiegen sind.

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