Defensive Titel sind gefragt
Dax und Nemax knüpfen nicht an gute US-Vorgaben an

Nach einem freundlichen Start sank das Börsenbarometer Dax bis 14.30 Uhr um 0,83 % auf 7 018,58 Punkte. Klare Favoriten der Anleger waren Autotitel.

dpa FRANKFURT/MAIN. Die deutschen Aktien konnten die guten Vorgaben der US-Börsen bis zum Mittwochnachmittag nicht umsetzten. Nach einem freundlichen Start sank das Börsenbarometer Dax bis 14.30 Uhr um 0,83 % auf 7 018,58 Punkte. Klare Favoriten der Anleger waren Autotitel, die die Spitzengruppe im Dax anführten. Am Neuen Markt büßte der NEMAX 50 (Performance-Index) 1,72 % auf 4 623,60 Punkte ein. Lediglich der MDax aus 70 mittelgroßen Werten stieg um 0,33 % auf 4 948,61 Zähler.

"Der Markt fragt zur Zeit defensive Titel im Dax nach", sagte Thilo Müller, Händler bei der BHF-Bank. Aktienhändler Frank Eckardt von der Frankfurter Sparkasse sagte: "Die deutschen Aktien setzten zunächst am Vormittag die guten Vorgaben der US-Börsen um, später drückten Gewinnmitnahmen den Index in die Minuszone".

Unter den Autotiteln führten die Papiere von DaimlerChrysler mit plus 3,66 % auf 56,29 Euro die Gewinnerliste an. Volkswagen - Aktien verteuerten sich um 4,04 % auf 61,25 Euro. Die guten Zahlen vom vergangenen Freitag gäben der Volkswagen-Aktie weiterhin Auftrieb, sagte der Börsianer. Zudem käme das Papier von einem Kurs von 100 Euro. Die Münchner BMW-Aktie kletterte um 3,41 % auf 40,35 Euro.

Die Aktie der Deutschen Bank stieg nach Vorlage der Neunmonatszahlen zuerst an, gab seine Gewinne dann aber wieder ab. Am Mittag notierte sie mit einem Minus von 2,09 % bei 94,46 Euro. "Anleger realisieren bei der Deutschen Bank Gewinne", erklärte Fidel Helmer, Händler bei Hauck & Aufhäuser. Der Aktienmarkt habe das Ergebnis am Morgen in dieser Form erwartet.

Die Lufthansa-Aktie stieg zuletzt um 2,04 % auf 23,47 Euro. "Jede Nachricht eines sinkenden Ölpreises beflügelt die Lufthansa - Aktie", sagte Analystin Christine Bredehöft von der DG Bank. Die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) hatte die Rohölfördermenge am Dienstag um täglich 500 000 Barrel erhöht.

Deutliche Kursabschläge im Dax verzeichnete dagegen die Aktie des Berliner Pharmakonzerns Schering und Technologietitel wie die Deutsche Telekom, Epcos oder Infineon . Das Schering-Papier setzte seine Talfahrt der vergangenen Tage fort und verbilligte sich um 5,68 % auf 62,25 Euro.

Der Rentenmarkt legte leicht zu. Der Bund-Future zehnjähriger Staatsanleihen verbesserte sich um 0,1 % auf 105,59 Punkte. Der Rentenindex REX kletterte ebenfalls um 0,1 % auf 110,23 Zähler. Die Deutsche Bundesbank stellte die Umlaufrendite am Mittag bei 5,25 (Dienstag: 5,27) Prozent fest.

Der Euro zeigte sich fester. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 0,8554 (Dienstag: 0,8417) $ fest. Dies war der fünfte Tag in folge, an dem der Euro zulegte. Der $ kostete damit 2,2865 (2,3237) DM.

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