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Defensive Werte wieder gefragt

Die Sorge um weiter abflauende Unternehmenserträge kostet den Nasdaq Index am Montag Punkte. Vor der konjunkturellen Schwäche vor allem betroffen sind Chip- und Computerunternehmen, die unter sinkenden Investitionen der Unternehmen in den IT-Bereich leiden. Zu den größten Verlieren des US-High-Tech-Indexes gehören Cisco Systems, Intel, Exodus und Sun Microsystems. Der Dow Jones Index notiert dagegen im Plus.

Vor allem die Kursverluste bei Cisco Systems machen dem Nasdaq Index zum Wochenauftakt das Leben schwer. Vor der morgigen Bekanntgabe der Quartalszahlen des Netzwerkausstatters zeigen sich Anleger und Investoren zurückhaltend. Analysten erwarten für das laufende Geschäftsjahr sinkende Gewinn- und Umsatzzahlen. Die Mehrheit der Analysten erwartet für das abgelaufene zweite Quartal einen Gewinn von 19 Cents pro Aktie. Im Vorquartal hatte sich der Netzwerkausstatter noch über einen Gewinn von 23 Cents pro Aktie freuen können. Cisco verliert fast vier Prozent.



Neben Cisco Systems gerät auch Intel unter Druck. Dem Chiphersteller schaden schlechte Kommentare von Brokerhaus Lehman Brothers. Das Umsatzwachstum auf dem Chipsektor werde weiter zurückgehen, so die Analysten. Sinkende Preise und geringere Gewinnmargen seien zur Jahreshälfte die Folge der Entwicklung. Chiphersteller Texas Instruments, Xilinx und Rambus verlieren ebenfalls an Wert.



Auch Applied Materials muss Federn lassen. Dem Hersteller von Maschinen für die Chipindustrie macht die abflauende Umsatzentwicklung auf dem Halbleitersektor ebenfalls zu schaffen. Die Aktie verliert bis zur Mittagsstunde fast sechs Prozent an Wert.



Was des einen Glück ist des anderen Pech. Der Dow Jones Index profitiert erneut von der trüben Stimmung auf dem Technologiesektor. Verunsicherte Anleger investierten lieber in defensive Werte wie Pharma-, Chemie- und Konsumwerte. 3M, Coca-Cola, Merck und Exxon Mobil gehören zu den größten Gewinnern des Börsensegments.



Die Übernahme der Erdölraffinerie Tosco durch den amerikanischen Ölkonzern Phillips Petroleum sorgt für Bewegung auf dem Ölsektor. Der Kaufpreis: Neun Milliarden Dollar. Durch die Akquisition wird Phillips nach Exxon Mobil der größte Ölkonzern der Welt. Phillips Anleger freuen über eine 34-prozentige Prämie. Philips wechselt mit der Übernahme den Kurs. Das Unternehmen hat eigentlich versucht, den Bereich Ölförderung auszubauen. Tosco gewinnt fast 15 Prozent an Wert. Während Phillips verliert, legt Exxon rund 1,5 Prozent zu.



Fusionsnachrichten sorgen auf dem Flugsektor erneut für Bewegung. Doch außer Delta Airlines konnte heute bisher kein Wert zum Höhenflug ansetzten. Laut Spekulationen soll Continental Airlines in Übernahmegesprächen mit Delta Airlines stehen. Continental ist die fünftgrößte und Delta die drittgrößte Fluggesellschaft in den USA. Wie die Washington Post berichtet, ist noch nicht geklärt, welches Unternehmen die Kontrolle über die fusionierte Fluggesellschaft übernimmt. Die potenziellen Partner würden 26,7 Prozent des US-Marktes kontrollieren. Derzeit steht noch die Fusion zwischen United Airlines und US Airways und die Übernahme von TWA durch American Airlines aus. Die Unternehmen warten auf Genehmigungen durch die US-Behörden.

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