Definitionsprobleme mit den neuen Berufen
New-Economy-Beschäftigte: Deutschland nur im Mittelfeld

Mit rund 2,3 Millionen Beschäftigten in so genannten New-Economy-Berufen kommt Deutschland im europäischen Vergleich nur auf einen mittleren Rang. Das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln berichtete am Mittwoch unter Berufung auf Schätzungen des European Information Technology Observatory, dass Frankreich und Großbritannien einen noch höheren Anteil an Spezialisten für Computertechnik, Softwareentwicklung und den Internet-Handel verzeichneten. Weniger Beschäftigte in dieser Branche gebe es dagegen in Italien und Spanien.

ap KÖLN. Das Wirtschaftsforschungsinstitut wies auch darauf hin, dass es bisher keine genaue Definition gebe, was als New-Economy-Beruf in Deutschland gewertet wird. Häufig würden die Unternehmen aus dem Bereich des Neuen Marktes als der Kernbereich angesehen. Nach einer Schätzung der Unternehmensberatung Roland Berger seien in den Unternehmen des Neuen Marktes im Juni 2000 aber lediglich 89 000 Menschen beschäftigt gewesen - gerade einmal 0,25 % aller Erwerbstätigen.

"Zweckmäßiger ist es daher, alle Sparten zur New Economy zu zählen, die mit dem IuK-Sektor (Informations- und Kommunikationswirtschaft) verbunden sind", erklärte das Kölner Institut. Der Mikrozensus des Statischen Bundesamtes erfasse eine Reihe von Bereichen - von den Produzenten elektronischer Chips bis hin zu Telekommunikationsdienstlern. Nach dieser Definition seien in Deutschland 1999 knapp eine Million Menschen - also 2,7 % der Beschäftigten - in der New Economy tätig gewesen.

"Doch auch außerhalb der IuK-Branche arbeiten Computerspezialisten sowie Fachkräfte wie Ingenieure, Natur- oder Wirtschaftswissenschaftler, die sich spezielle Datenverarbeitungs- und Programmierkenntnisse angeeignet haben", so das Institut. Zudem müssten auch die Experten für den elektronischen Geschäftsverkehr zu den Beschäftigten der New Economy gerechnet werden.

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