Defizitverringerung im Plan
Viag Interkom will Unternehmensprozesse optimieren

Der Mobilfunkanbieter Viag Interkom GmbH & Co, München, will seine Unternehmensprozesse optimieren, um Kosten in nicht genannter Höhe einzusparen. Nach Ansicht von Viag-Interkom-Geschäftsführer Joachim Preisig ist das Unternehmen seit seiner Gründung vor zweihalb Jahren der am schnellsten gewachsene Mobilfunkanbieter. In solch einer Phase käme üblicherweise die Optimierung zu kurz. Es gehe jetzt darum, die Unternehmensprozesse zu verbessern. Innerhalb der kommenden neun Monate sollen die Netzwerkkosten, die IT- und grundsätzlichen Prozesskosten reduziert werden, sagte Preisig am Freitag.

vwd MÜNCHEN. Außerdem soll das Personal von derzeit knapp 4 200 Mitarbeitern reduziert werden. "Wir werden keine Kündigungen aussprechen, sondern die Fluktuation dafür nutzen", erklärte Preisig. Diese liege bei Viag Interkom auf dem Niveau des Branchendurchschnitts von 13 %. "Wir passen uns mit diesen Maßnahmen den Markt- und Kapitalmarktbegebenheiten an", sagte er. Ziel sei es, bis März 2003 ein positives EBITDA zu erreichen. Bis wann dies auch beim EBIT der Fall sein wird und die für UMTS-Lizenzen bezahlten 16,52 Mrd DEM abgetragen sein werden, dazu wollte sich Preisig nicht äußern. Mit der Defizitverringerung sei das verschuldete Unternehmen des Londoner Mutterkonzerns British Telekom plc (BT) im Plan.

Mit Akquisitionen noch in diesem Jahr zu rechnen

Für ihn gehe es darum, die meiste Wertschöpfung zu produzieren. Dafür seien nicht allein die absoluten Kundenzahlen maßgeblich. Viag Interkom zähle daher nur denjenigen in seiner Kundenstatistik, der nicht nur einen Vertrag mit dem Mobilfunkanbieter habe, sondern innerhalb von drei Monaten mindestens einmal anrufe. Der Umsatz des einzelnen Kunden sei relevant. Den gelte es zu zu steigern. Deshalb will Preisig auch die Geschäftskunden gewinnen. Hier sieht er durch den neu entstehenden Mobilen Datenmarkt ab 2002 große Chancen. "Wir wollen uns Marktanteile abschneiden", erklärt er ohne eine Größenordnung zu nennen.

Die Konkurrenz will Viag Interkom dabei nicht allein über den Preis hinter sich lassen. Der Kunde solle über eine Produktdifferenzierung gewonnen werden, sagt Preisig. Nach seiner Ansicht hat Viag Interkom gerade hier durch seine unterschiedlichen Produkte die Nase vorn. Ab Oktober werden die so genannten Small Offices and Home Offices umworben, noch vor Weihnachten die kleinen und mittelständischen Unternehmen, die sogenannten SME, und die Großkunden, die Corporates. Ganze Kundenpakte erhofft sich der Mobilfunkanbieter durch Zukäufe. Derzeit liefen Gespräche mit potenziellen Kandidaten. Aus Branchenkreisen war zu erfahren, noch in diesem Jahr sei mit Akquisitionen zu rechnen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%