Deflation soll abgewendet werden
Japan finanziert zweiten Nachtragshaushalt aus Aktienerlösen

Die japanische Regierung will ihren zweiten Nachtragshaushalt für das Fiskaljahr 2001 in Höhe von 2,5 Bill. Yen (20,39 Mrd. $) aus Erlösen früherer Aktienverkäufe finanzieren.

Reuters TOKIO. Für die zusätzlichen Staatsausgaben stünden Japan Gelder aus einem früheren Verkauf von Aktien des Telekommunikationskonzerns Nippon Telegraph and Telephone Corp (NTT) zur Verfügung, sagte der Chef der Konservativen Partei, Takeshi Noda, am Mittwoch. Der Nachtragshaushalt soll die erneut in eine Rezession geratene japanische Wirtschaft stützen und das Land vor Deflation schützen. Zuvor hatte die internationale Rating-Agentur Standard & Poor's eine deutliche Herunterstufung von Japans Staatsschulden als immer wahrscheinlicher bezeichnet.

Am Dienstag hatte es geheißen, die japanische Regierung suche nach Wegen, trotz eines zweiten Nachtragshaushalt innerhalb eines Jahres das Wahlversprechen von Ministerpräsident Junichiro Koizumi zum Schulden-Ziel einzuhalten. Bereits der am vergangenen Freitag beschlossene Nachtragshaushalt in Höhe von 3 Bill. Yen (24,5 Mrd. $) hatte Analysten zufolge den Spielraum ausgereizt, um die Neuverschuldung unter der anvisierten Marke von 30 Bill. Yen zu halten.

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