Degussa-Aktien im Plus
Dax wieder auf dem Rückzug

Die deutschen Börsen tendierten am Donnerstag schwächer. Händler führten dies auf die gestiegenen Arbeitslosenzahlen in den USA zurück. Der Dax schwankte im Verlauf relativ kräftig und erreicht am späten Nachmittag neue Tagestiefstände.

dpa FRANKFURT. Obwohl die US-Börsen an der Wall Street schnell wieder zulegten, verlor der deutsche Standardwerte-Index Dax bis zum Beginn des Abendhandels 0,6 Prozent auf 5043 Punkte. Während der Auswahlindex Nemax 50 knapp ein Prozent auf 874,54 Punkte nachgab, sank der MDAX um 0,5 Prozent auf 4463 Punkte.

Um zeitweise mehr als 20 Prozent brachen im Tagesverlauf die Aktien des Heidelberger Finanzdienstleisters MLP ein. Eine Anleger- Zeitschrift hatte dem Unternehmen unsaubere Buchführung vorgeworfen. MLP dementierte zwar entschieden, doch am späten Abend fiel die Aktie nach zwischenzeitlicher Erholung weiter auf nur noch 47,00 ?. Nach den Bilanzfälschungen bei Enron, ComRoad und Phenomedia glaubten die Anleger die Dementis des Vorstands nicht, sagte ein Großbank-Händler.
Gleichfalls auf der Verliererliste standen die Aktien von Infineon, die 2,17 Prozent auf 19,87 Euro verloren und die T-Aktien, die sich um 1,92 Prozent auf 13,81 Euro verbilligten.

Nach den kräftigen Kursverlusten der vergangenen Tage trieben Käufe einige Großanleger bei Degussa den Kurs um 5,67 Prozent auf 34,45 Euro hinauf. Freundlich auch Automobilwerte: BMW-Aktien stiegen am Tag der Hauptversammlung um 1,41 Prozent auf 46,85 Euro. VW zogen um 1,23 Prozent auf 46,85 Euro an. DaimlerChrysler kletterten um 0,93 Prozent auf 53,02 Euro.

An der US-Börse legte der Dow Jones zuletzt 0,5 Prozent auf 10 295 Punkte zu, während der NASDAQ-Composite-Index um 0,2 Prozent auf 1728 Punkte gewann. Hingegen verlor der EuroSToxx 50 0,4 Prozent auf 3581 Punkte.
Am Rentenmarkt stieg der REX um 0,06 Prozent auf 111,01 Punkte. Der Bund-Future legte hingegen 0,14 Prozent auf 105,24 Punkte zu. Die Umlaufrendite wurde von der Bundesbank bei 5,13 (Mittwoch: 5,15) Prozent ermittelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Euro- Referenzkurs bei 0,9124 (Mittwoch: 0,9030) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 1,0960 Euro.

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