Degussa-Kredit soll getilgt werden
RAG will große Unternehmensteile verkaufen

Der RAG-Konzern will sich künftig auf die drei Kerngeschäfte Bergbau, Chemie und Immobilien konzentrieren und im Zuge dessen seine Stromerzeugung und die Kunststoffsparte abgeben.

Reuters ESSEN. RAG-Vorstandschef Karl Starzacher sagte am Mittwoch in Essen, die RAG werde durch diese Verkäufe mittelfristig rund 6,3 Milliarden Euro an Umsatz abgeben. Verkauft werden sollen die Stromerzeugungstochter Steag sowie die rund 70 Prozent Umsatz von Rütgers, die mit Kunststoffen gemacht werden. Der restliche 30-prozentige Chemieumsatz von Rütgers bleibe bei der RAG (früher Ruhrkohle). Dieser Teil werde aber nicht mit der Chemietochter Degussa verschmolzen, hieß es.

Starzacher wollte sich noch nicht dazu äußern, ob es schon Kaufinteressenten für Steag und Rütgers gebe. Aus seiner Sicht mache es aber Sinn, diese Unternehmen als Ganzes zu veräußern. Er machte allerdings die Einschränkungen, dass Steag selbst bereits angekündigt habe, sich von seinem Elektronikgeschäft zu trennen. In der Branche wird vor allem dem RWE-Konzern Interesse an den heimischen Steag-Kraftwerken zugesprochen. Das internationale Geschäft der Steag-Gruppe sei für RWE weniger interessant, heißt es in der Branche.

Zu den erwarteten Verkaufserlösen sagte Starzacher, man wolle mindestens so viel Geld bekommen, dass man den Kredit über 1,9 Milliarden Euro für die Übernahme des Spezialchemiekonzerns Degussa von Eon bis Ende 2004 tilgen könnte.

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