Degussa-Mehrheit soll an die RAG gehen
Eon bei Ruhrgas auf der Zielgeraden

Die Eon AG und die RAG AG planen ein Tauschgeschäft, mit dem sich der Düsseldorfer Energieriese die Mehrheit an Ruhrgas sichern will.

DÜSSELDORF. Die Essener RAG soll für ihren Anteil von umgerechnet 18 % an der Ruhrgas AG die Mehrheit an der Eon-Spezialchemietochter Degussa erhalten.

Aus regierungsnahen Kreisen in Berlin und Düsseldorf und im Umfeld der betroffenen Unternehmen heißt es, die Verhandlungen seien aussichtsreich und befänden sich auf der Zielgeraden. Aus industriepolitischen Gründen begrüßten sowohl die NRW-Landesregierung als auch die IG BCE diese Lösung. Das Ruhrgas-Paket der RAG ist knapp 2 Mrd. Euro wert, der 51 %ige Anteil an Degussa entspricht allerdings 3,9 Mrd. Euro. Für den finanziellen Ausgleich hat Eon der RAG einen Kredit von 2 Mrd. Euro in Aussicht gestellt.

Eon plant seit längerem, die Mehrheit an Deutschlands größter Ferngasgesellschaft zu übernehmen. Da das Bundeskartellamt dies untersagte, hat Eon eine Ministererlaubnis beantragt. Die für RAG günstige Tauschlösung könnte die Bundesregierung positiv stimmen, sagte der Essener Energieprofessor Dieter Schmitt dem Handelsblatt.

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