Deisler-Einsatz sehr fraglich
Bayern hoffen auf Befreiungsschlag

Nach der Niederlage auf Schalke stehen die Zeichen in München auf Sturm. Ausgerechnet in dieser Situation steht der brisante Champions-League-Schlager gegen Olympique Lyon auf dem Spielplan. "Wichtig ist, dass wir jetzt die Nerven nicht verlieren", warnt Trainer Ottmar Hitzfeld.

HB MÜNCHEN. Giovane Elber kam gut gelaunt in München an, doch seine Ex-Kollegen hatten vor dem Wiedersehen im Olympiastadion jede Menge Sorgen. Ausgerechnet der brisante Champions-League-Schlager gegen Elbers neues Team Olympique Lyon soll für den angeschlagenen FC Bayern München zum erhofften Befreiungsschlag in problembeladenen Zeiten werden. "Die Nerven zu behalten ist entscheidend in solchen Phasen, wo jeder unter Druck steht", hat Ottmar Hitzfeld, der nach dem 0:2-Rückschlag gegen den FC Schalke 04 fehlende Erfolgserlebnisse als Grund für ein angekratztes Nervenkostüm seiner Spieler ausmachte, als Devise ausgegeben. "Darum gerade ist das Spiel gegen Lyon für uns eminent wichtig, um ein Erfolgserlebnis zu holen."

Als Elber am Dienstagvormittag - 80 Tage nach seinem letzten Auftritt im Bayern-Trikot im Olympiastadion - auf dem Münchner Flughafen ankam, lachte er entspannt in die TV-Kameras. Von dieser Lockerheit können die Bayern derzeit nur träumen. So fühlte sich sogar Elber bemüßigt, die ehemaligen Kollegen und jetzigen Gegner aufzumuntern. "Phasen, wie sie der FC Bayern jetzt hat, hatten wir schon oft. Das ist nicht so schlimm", sagte er am Montagabend in einer Schaltung ins bayerische Fernsehen und berief sich auf die in der Öffentlichkeit viel diskutierte Aussage Oliver Kahns: "Man muss jetzt wieder Eier zeigen." Oder auch, "sich zusammensetzen, Weißwürste essen und Bier trinken. Dann wird's schon gut gehen".

Für den Fußball-Rekordmeister, der in der Bundesliga ungewohnt sechs Punkte Rückstand zur Spitze hat, soll das mit Elbers Rückkehr verbundene Europacup-Heimspiel am Mittwochabend (20.45 Uhr/live in SAT.1 und Premiere) den Weg aus den aktuellen Turbulenzen ebnen. "Wenn wir gewinnen, ist das sicher ein Schritt aus der Krise heraus", sagte Jens Jeremies in der Sendung "Blickpunkt Sport". Michael Ballack meinte: "Es wäre mal wichtig für uns, wenn alles stimmen würde, die Mannschaft gut spielt - das würde wie eine Art Befreiungsschlag wirken im Moment." Die Mannschaft sei "einfach ein bissel verkrampft".

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