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Deisler führt Bayern zum fünften Liga-Pokal-Sieg

Mainz (dpa) - Der überragende Sebastian Deisler hat Bayern München fast im Alleingang den ersten Titel der Saison beschert und gegen Double-Gewinner Werder Bremen für einen Prestige-Sieg gesorgt.

Mainz (dpa) - Der überragende Sebastian Deisler hat Bayern München fast im Alleingang den ersten Titel der Saison beschert und gegen Double-Gewinner Werder Bremen für einen Prestige-Sieg gesorgt.

Der 24-Jährige ebnete vor 13 200 Zuschauern im Stadion am Bruchweg mit zwei Toren (27./44.) den Weg zum 3:2 (2:0)-Erfolg des deutschen Fußball-Rekordmeisters. Für den dritten Bayern-Treffer sorgte Michael Ballack (65.), für Bremen trafen Ivan Klasnic (68.) und Valerien Ismael (74./Foulelfmeter). Deisler sicherte den Münchnern nicht nur den mit 1,28 Millionen Euro dotierten fünften Liga-Pokal-Gewinn und Neu-Trainer Felix Magath den ersten Titel, sondern nährte mit einer Glanzvorstellung auch die Hoffnung auf eine möglichst schnelle Rückkehr in die Nationalmannschaft.

«Das was der hier gezeigt hat, war imponierend», sagte der neue Assistenz-Trainer der Nationalmannschaft, Joachim Löw, über Deisler, der unter dem Beifall der Fans in der 71. Minute ausgewechselt wurde. Immer wieder trieb der spiel- und lauffreudige Deisler die Münchner an. In der 21. Minute hatte sein Team die erste Großchance. Einen 20- Meter-Schuss des Niederländers Roy Makaay konnte Werder-Torhüter Andreas Reinke nicht festhalten, der im Strafraum frei stehende Roque Santa Cruz vergab aber die aussichtsreiche Möglichkeit.

In der 27. Minute war Reinke erneut nicht fehlerfrei und trug somit eine Teilschuld am 1:0 der Bayern. Nach einem kurz gespielten Eckball mit Ze Roberto flankte Deisler von der linken Seite vor das Tor, wo der Ball an Freund und Feind vorbei ins lange Eck zur verdienten Münchner Führung segelte. Während der 20-malige Nationalspieler bei seinem ersten Tor noch von Bremer Mithilfe profitierte, bewies er beim 2:0 sein Ausnahmekönnen. Ein 20-Meter- Schuss des 24-Jährigen schlug unhaltbar im Winkel ein.

Drei Monate nachdem die Bremer die Meisterschaft im Münchner Olympiastadion durch ein 3:1 perfekt gemacht hatten, ließen die Hanseaten diesmal ihre spielerische Klasse lange vermissen. Statt mit sehenswerten Offensivfußball ging die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf im Angriff zunächst bieder zu Werke. Der mit fünf Millionen Euro teuerste Neuzugang der Werder-Vereinsgeschichte, Miroslav Klose, war kaum zu sehen. Auch Spielmacher Johan Micoud, der kurz vor Anpfiff seinen Vertrag bis 2007 verlängert hatte, setzte kaum Akzente.

Als Bayern nach dem 3:0 durch Ballack auf Vorarbeit von Deisler schon wie der sichere Sieger aussah, kam Bremen noch einmal auf. Klasnic und Ismael verkürzten. Den Foulelfmeter zum 2:3 hatte der zwölf Millionen Euro teure Münchner Neuzugang Lucio bei seinem Debüt verschuldet.

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