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Deka-Chef: Abflüsse bei Immobilienfonds höher als angegeben

Aus offenen deutschen Immobilienfonds fließt nach Einschätzung von Dekabank-Chef Axel Weber wesentlich mehr Geld ab als bislang bekannt. Die offiziellen Statistiken würden ein zu positives Bild abgeben, sagte Weber dem "Handelsblatt" (Freitagausgabe).

dpa-afx FRANKFURT. Aus offenen deutschen Immobilienfonds fließt nach Einschätzung von Dekabank-Chef Axel Weber wesentlich mehr Geld ab als bislang bekannt. Die offiziellen Statistiken würden ein zu positives Bild abgeben, sagte Weber dem "Handelsblatt" (Freitagausgabe). Aus Webers Immobilienfonds haben Anleger seit Jahresanfang 1,7 Mrd. Euro abzogen. Am Mittwoch musste sich die Dekabank bereit erklären, Anteile ihres deutschen Immobilienfonds in unbegrenztem Umfang aufzukaufen.

Nach dem Urteil von Weber dürften auch andere Fondsgesellschaften ähnliche Maßnahmen ergriffen haben, um ihre Töchter zu stützen. "Klar ist: Die Statistiken des (Branchenverbandes) BVI weisen nur Netto-Zu-, oder-Abflüsse aus. Daraus ist nicht zu erkennen, ob andere Investmentgesellschaften Anteile, die die Anleger zurückgegeben haben, selbst übernommen haben", sagte Weber. "Ich nehme aber an, dass das auch bei einigen anderen Fonds der Fall war." Vom Handelsblatt befragte Fonds dementierten das.

Allerdings sieht auch der Immobilienexperte Stefan Loipfinger die Lage ähnlich wie Weber. Die BVI-Statistiken des Branchenverbands BVI seien "mit Bedacht so angelegt, dass sie in extremen Situationen nicht wirklich informieren", sagte Loipfinger. Weber forderte mehr Transparenz bei den Immobilienfonds.

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